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9./10.07. Deutsche U16-Meisterschaften in Bremen

Änne Rothe und Marco Voggenreiter gewinnen Bronze

Nachwuchstalente holen Edelmetall über die Hindernisse

Änne Rothe und Marco Voggenreiter präsentierten sich glänzend bei ihrem ersten Auftritt auf nationaler Ebene. Sie sicherten sich über drei Wassergräben und zwölf Hindernisse Edelmetall bei den deutschen U16-Meisterschaften in der Hansestadt Bremen. Beide gewannen Bronze über 1.500 Meter Hindernis. Änne Rothe zählt auch über die 3.000 Meter zu den besten ihrer Altersklasse in Deutschland. Sie entschied sich jedoch für einen Start über die Hindernisse. Auch wenn sie bei den Landesmeisterschaften vor drei Wochen deutlich unter ihren Möglichkeiten blieb, vertraute sie für Bremen auf ihre feine Hindernistechnik.

Mit großem Kampfgeist zu Bronze

Nach dem Start heftete sie sich an die Fersen von Marlene Brand (LG Wedel-Pinneberg) und Emely Krieger (LC Rehlingen), die das Tempo bestimmten. Beim ersten Wassergraben nahm die Bayernkader-Athletin den Konkurrentinnen noch ein paar Meter ab. Doch kurz darauf fühlten sich ihre Beine bleischwer an. Die Hindernisse überquerte sie nicht mit der gewohnten Eleganz. Beim zweiten Wassergraben landete sie bereits deutlich zu früh. Sie verlor weiterhin an Boden auf Brand und Krieger, die sich 20 Meter absetzten. Beim dritten Wassergraben stürzte Änne Rothe bei der Landung. Sie rappelte sich wieder auf, zeigte ihr großes Kämpferherz. Auf den letzten 150 Metern hielt sie in 5:20,54 Minuten drei stark aufkommende Verfolgerinnen auf Distanz. Gold gewann unangefochten Marlene Brand (5:07,97 min) vor Emely Krieger (5:12,14 min).

Ohne Eisen geht nichts

Bereits seit dem Mai konnte die LAC-Athletin in Wettkampf und Training ihr Leistungsniveau nicht abrufen. Eine paar Tage vor der U16-DM kam die Erklärung dafür - ein sehr starker Eisenmangel. Als Bestandteil des Hämoglobin versorgt Eisen alle Zellen mit Sauerstoff. Desto beeindruckender die Leistung von Änne Rothe, die deutlich entfernt von ihrer gewohnten Leistungsstärke Bronze errang.

Wer mutig Tempo macht – der gewinnt Edelmetall

In der männlichen U16 gab es drei klare Medaillenkandidaten. Robin Börsken (LG Filstal), Vincent Sempruch (LC Rehlingen) und Marco Voggenreiter hatten innerhalb einer Sekunde die besten Zeiten um 4:40 Minuten gemeldet. Der Filstaler und der Rehlinger waren mit der deutlich besseren Unterdistanzzeit über 800 Meter ausgestattet als Marco Voggenreiter. Keiner wollte nach dem Start für das Tempo sorgen. Bevor der Lauf zu einem reinen Spurtrennen sich entwickelte, ergriff Marco Voggenreiter bei 600 Meter die Initiative. Mit seiner Tempoverschärfung sprengte der Bayerische Rekordhalter über die 1.500 Meter Hindernis das Feld, zeigte sich stark über die Hindernisse und den 3,60 Meter langen Wassergraben. Sein Versuch bei 900 Meter, Börsken und Sempruch in die Tempoarbeit einzubinden, scheiterte. Er drückte weiterhin alleine auf das Tempo, verhinderte damit, dass sich das Feld wieder zusammenschloss. Eine Runde vor Schluss zogen die beiden Konkurrenten den Spurt an und setzten sich leicht ab, holten Gold und Silber in 4:43,78 bzw. 4:44,21 Minuten. Marco Voggenreiter jubelte über Bronze in 4:49,33 Minuten.

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(c) Habermann
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