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29. Juni bis 10. Juli 2022: Senioren-Weltmeisterschaften in Tampere (Finnland)

Helmut Maryniak schleudert den Diskus zu WM-Silber

Hürden-Bronze und Staffel-Silber für Gunter Langenbach

Ein nicht ganz glücklicher Silbermedaillen-Gewinner, ein überglücklicher Bronzemedaillen-Gewinner.  Helmut Maryniak fehlt in seiner reichlichen Titelsammlung weiterhin der Titel eines Senioren-Weltmeisters. Gunter Langenbach lief völlig unerwartet auf den Bronzeplatz über 300 Meter Hürden, freute sich wie ein Schneekönig über sein Edelmetall. Als Sahnehäubchen gewann er am vorletzten Tag der Senioren-WM in Tampere im südwestlichen Finnland noch Silber mit der 4x100-Meter-Staffel.

Ein Schwede bringt Helmut Maryniak um den Weltmeister-Titel

Aus über 90 Nationen kämpften 4.600 Athletinnen und Athleten zwölf Tage lang vom 29. Juni bis 10. Juli um Edelmetall in Tampere, wegen seiner hohen Industriedichte auch das Manchester des Nordens genannt. Helmut Maryniak und Gunter Langenbach waren mit Medaillenambitionen angereist. Im Diskuswurf der M50 auch am Start der vielfache Weltmeister und Dauerrivale von Helmut Maryniak, der 2,05 Meter große Pavel Penaz aus Tschechien. Ihn hatte der LAC-Athlet dieses Mal im Griff. Der Tscheche musste sich mit 49,44 Metern begnügen. Dem mehrfachen Europameister aus Passau gelangen ein guter Wurf mit 51,41 Metern und zwei weitere Würfe über 50 Meter. Der Ausreißer nach oben fehlte jedoch , ein Wurf Richtung 55-Meter-Marke. Den hatte der Schwede Matthias Borrmann mitgebracht. Er ließ seine 1,5-Kilo-Scheibe auf 55,79 Meter und zu Gold fliegen. Silber ging an Helmut Maryniak und Bronze an Pavel Penaz.

Starke 300 Meter Hürden von Gunter Langenbach

Auf die Staffeln über 4x100 Meter und 4x400 Meter hatte Gunter Langenbach (M65) gesetzt. Die 300 Meter Hürden der M65 „nahm er so mit“. Im Vorlauf erzielte er mit 52,08 Sekunden die viertbeste Zeit. Der Drittschnellste, ein Pole, verletzte sich, trat zum Finale nicht mehr an. In diesem lief Gunter Langenbach mit 49,89 Sekunden mit einer nicht für möglich gehaltenen Zeit auf den Bronzeplatz. Er distanzierte den Finnen Reijo Häyrinnen als Vierten deutlich um sechs Zehntel. Gold gewann der Franzose Jean-Luc Machand (48,38 sec), Silber der US-Amerikaner David McNair (49,44 sec).

Weltmeister für eine Stunde

Für eine Stunde war Gunter Langenbach mit der 4x100-Meter-Staffel Weltmeister. 53,94 Sekunden war das deutsche Staffel-Quartett gelaufen. Doch die Briten legten Protest gegen die Wertung des Laufes ein. Die italienische Staffel soll sie behindert haben. Das Wettkampfgericht gab dem Protest statt. Die britische Staffel durfte – alleine – nochmal laufen, unterbot jetzt die Zeit der Deutschen in 53,28 Sekunden deutlich. Andreas Vieweg (SG Denkershausen/Lagershausen), Rudolf König (Saalfelder LV), Gunter Langenbach und Laszlo Müller (LAC Quelle Fürth) mussten sich mit Silber anfreunden. Finnland belegte in 54,63 Sekunden den dritten Platz. Die 4x400-Meter-Staffel am letzten Tag der Weltmeisterschaften fiel Corona zum Opfer. Auch Gunter Langenbach hatte es erwischt.

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