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15.-17.07.2022: Deutsche Jugendmeisterschaften in Ulm - Sprint

Edelmetall-Triple von Annika Just

David Kantzog schrammt zweimal um vier Hundertstel an Bronze vorbei

Annika Just knüpfte bei den Deutschen Jugendmeisterschaften nahtlos dort an, wo sie bei der U18-EM aufgehört hatte. In bestechender Form errang sie dreimal Edelmetall, zweimal Silber über 200 Meter und mit der Staffel sowie Bronze über 100 Meter. Fast die Hand an einer Medaille hatte David Kantzog. Doch sowohl über 200 Meter als auch in der Staffel fehlten jeweils vier Hundertstel zu Bronze. Auch Vincent Just griff im Hürdenfinale nach einer Medaille, musste jedoch das Rennen abbrechen.

Staffel-Glück für die StG Passau Pfarrkirchen

Mit einer glänzenden Saisonbestzeit von 47,24 Sekunden wurde die Startgemeinschaft des LAC Passau und TuS Pfarrkirchen mit Johanna Weigl, Maria Anzinger, Franziska Rohmann und Annika Just deutsche U18-Vizemeisterin, nur um sieben Hundertstel von der StG Team Sachsen -Anhalt geschlagen und elf Hundertstel vor dem TV Gladbeck. Viele Hundertstel gingen unterwegs verloren. Nach einem Sicherheitswechsel von Weigl auf Anzinger lief diese eine gute Gerade. Doch bei der Übergabe des Stabes auf Rohmann musste sie abbremsen. Einem tollen Kurvenlauf folgte erneut ein Sicherheitswechsel auf Just. Mit acht Meter Rückstand jagte Just den Führenden hinterher. Beim Zieleinlauf fehlten nur wenige Zentimeter zum deutschen Meistertitel. Die Staffel jubelte über  Silber, haderte nicht mit dem verpassten Gold.

Staffel-Pech für die StG Passau Pfarrkirchen

 Noch knapper fiel die Entscheidung bei der männlichen U18-Staffel der StG Passau-Pfarrkirchen in der Besetzung Stewart Raphael, Fabian Wadsack, Valentin Stelzer und David Kantzog aus. Vier Hundertstel, sage und schreibe sieben Zentimeter nach der LG Stadtwerke München überquerte die StG Passau-Pfarrkirchen nach schlechten Wechseln als Vierter mit Bestleistung von 42,57 Sekunden die Ziellinie. Deutscher Meister wurde das StG Team Sachsen -Anhalt (42,29 sec) vor der StG Königstein-Groß-Gerau-Gronberg (42,43 sec).

Bronze gegen zwei U18-Vizeeuropameisterinnen über 100 Meter

Über 100 und 200 Meter der U18 waren Chelsea Kadiri (SC Magdeburg) und Holly Okuku (GSV Eintracht Baunatal), die beiden Vizeeuropameisterinnen von Jerusalem über 100 und 200 Meter, für Annika Just unüberwindbare Hürden. Zu stark die beiden für Annika Just, die ihre Chance auf Edelmetall auf dem Bronze- oder Silberrang suchen musste. Ihren 100-Meter-Vorlauf gewann Just mit geringem Aufwand souverän in 12,08 Sekunden. Nach dem mit Kadiri und Holly top besetzten Halbfinale zog sie mit einem guten Start und lockerem Lauf als Dritte in 11,75 Sekunden in das Finale ein. Dort brachte Sie sich mit einem schlechten Start um eine bessere Zeit, gewann in 11,79 Sekunden hinter Kadiri (11,53 sec) und Holly (11,66 sec) die erhoffte Bronzemedaille.

Silber über die halbe Stadionrunde

Am dritten Wettkampftag blieb Annika Just im Vorlauf über 200 Meter etwas zu lange auf dem Gas, gewann diesen klar in 24,52 Sekunden. Im Finale traf sie wieder auf Holly. Kadiri verzichtete auf die 200 Meter. Gegen die Sprinterin aus Baunatal war erneut kein Kraut gewachsen. Sie gewann souverän in 24,11 Sekunden vor Just in 24,57 Sekunden. Für die LAC-Athletin aufgrund der schweren Beine nach Staffel, drei 100-Meter-Läufen und einem 200-Meter-Vorlauf mehr eine Willensleistung als ein guter Lauf. Franziska Rohmann schied nach dem Vorlauf in 25,77 Sekunden aus. Das gleiche Schicksal ereilte Davis Goldschmidt über 100 Meter in 11,39 Sekunden in der Altersklasse U20.

Windlotterie im Halbfinale für David Kantzog und erneut haarscharf an Bronze vorbei

David Kantzog zog nach einem Vorlauf mit miserablen Start, aber mit einer starken zweiten Rennhälfte in 10,92 Sekunden in das 100-Meter-Halbfinale ein. Dort blies ihm ein Wind von 0,4 Metern pro Sekunde entgegen, hingegen unterstützte ein kräftiger Schiebewind von 2,2 m/s die Sprinter im zweiten Halbfinale. In diesem ungleichen Kräftemessen zog Kantzog den kürzeren, musste sich mit 11,10 Sekunden begnügen. 10,99 Sekunden wären für den Einzug in das Finale nötig gewesen. Über 200 Meter lief Kantzog nach einer tollen ersten Kurve im Vorlauf persönliche Bestleistung in 22,18 Sekunden, zog in das Finale ein. Dort fehlten ihm ein paar Körner und nach erneut 22,18 Sekunden verflixte vier Hundertstel zum Gewinn der Bronzemedaille.

110 Meter Hürden – ein neues Kapitel für Vincent Just

26-mal lief alles bestens für Vincent Just (U20) über die Hürden. Im Finale über 110 Meter Hürden lag er bis zur siebten Hürde klar auf Rang vier, fast gleichauf mit dem Dritten. Dann wollte er zu viel, touchierte zwei Hürden und war raus aus dem Rennen. In 14,36 Sekunden war er in das Halbfinale eingezogen und rannte dort 14,04 Sekunden, seine zweitschnellste Zeit in dieser Saison. Maria Anzinger blieb in ihrem Vorlauf über 100 Meter Hürden an der neunten Hürde hängen, schied in 14,90 Sekunden aus.

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