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05.07.2022: U18-Europameisterschaften in Jerusalem

Annika Just Siebte im 100-Meter-Finale

Grandioser Erfolg mit drei Top-Läufen

Ein Traum ging am Dienstagabend für Annika Just in Erfüllung. Sie stand im 100-Meter-Finale der U18-Euorpmeisterschaften in Jerusalem (Israel), rief als Siebte in 11,72 Sekunden punktgenau eine Top-Leistung ab. Ein großartiger Erfolg für die pfeilschnelle Sprinterin bei ihrem ersten internationalen Auftritt. . "Mega" jubelte die Siebzehnjährige  "Ich hatte gehofft unter 11,70 Sekunden zu bleiben. Aber mein Ziel war das Finale und das hat funktioniert. Siebte bei einer Europameisterschaft, das klingt krass. Ich bin einfach happy."

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen (Matthias Claudius)

Die Anreise nach Jerusalem verlief mehr als holprig. Der Flieger der Lufthansa sollte mit allen Nachwuchssportlerinnen und -sportlern samt Betreuerstab am Freitag vom Frankfurter Flughafen abheben. Kurzfristig wurde der Flug annulliert. Alle saßen bereits startklar im Flughafen gen Tel Aviv – doch Bodenpersonal fehlte, das Flugzeug konnte nicht abheben. Vier Stunden musste das deutsche Team warten, bis sie es wieder verlassen konnte. Die nächsten beiden Nächte verbrachten die knapp 80 Team-Mitglieder in der Frankfurter Sportschule, getrennt von ihren Koffern, nur mit dem Handgepäck ausgestattet. Die erstem Athletinnen und Athleten konnten bereits am Samstag nach Israel aufbrechen. Der Großteil des Teams folgte im Laufe des Sonntags, verteilt auf mehrere Maschinen. Annika Just erreichte am Sonntag um 20 Uhr wohlbehalten das Hotel in Jerusalem.

Souveräner Vorlauf mit großem „Q“

Am Montagabend fieberte Annika Just ihrem ersten Start im fünften Vorlauf entgegen. Und sie ließ keine Zweifel an ihrer starken Form aufkommen. Als Zweite ihres Laufes in 11,78 Sekunden (+1,1 m/s) qualifizierte sie sich mit einem großen „Q“ hinter der Spanierin Ainhoa (11,53 sec) souverän für das Halbfinale. Die zweite Deutsche, Chelsea Kadiri (SC Magedburg), als Jahresschnellste gemeldet, dominierte ihren Vorlauf klar in 11,62 Sekunden.

Im Halbfinale im Hundertstel-Glück

In den drei Halbfinalläufen am Dienstagabend kam Annika Just mit einer guten Pick-Up-Beschleunigung als Vierte des zweiten Laufes in 11,70 Sekunden (+2,8 m/s) ein. Die jeweils beiden ersten und die zwei Zweitschnellsten qualifizierten sich für das Finale. Die Passauerin fand sich auf dem  Schleuderstuhl der langsameren Zweitqualifizierten wieder. „Jetzt heißt es beten“, flüsterte sie im Zielbereich. Und ihre Gebete wurden erhört: Die Dritte des letzten Halbfinales war in 11,71 Sekunden exakt eine Hundertstel langsamer als Annika Just, die jetzt über ihren Einzug in das Finale jubelte.

Rang sieben im Finale

Bereits eineinhalb Stunden später kauerten die acht schnellsten U18-Sprinterinnen wieder in ihren Startblöcken. Und wieder gelang Annika Just mit einer starken Beschleunigungsphase ein grandioser Lauf in 11,72 Sekunden (+1,8 m/s). Rang sieben mit der zweitbesten Zeit ihrer Karriere – der bisher größte Erfolg der jungen Sprinterin, nachdem sie 2021 deutsche Vizemeisterin in Rostock geworden war. Chelsea Kadiri rannte zur Silbermedaille in 11,50 Sekunden, nur geschlagen von der Britin Wedderburn-Goodison (11,39 sec). An ihrer Bestzeit von 11,70 Sekunden war Annika Just knapp vorbeigeschrammt. Die deutschen Jugendmeisterschaften in zehn Tagen in Ulm bieten die Chance, noch eine Schippe drauf zu legen.

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