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09.05.2021: Kaderwettkampf im Münchner Dantestadion

Franziska Rohmann glänzt im Kurz- und Langsprint

Einen gewaltigen Leistungssprung machte Franziska Rohmann beim zweiten bayerischen Kaderwettkampf in München. Die Sechzehnjährige steigerte um drei Zehntel ihre Bestzeit im ersten 100-Meter-Rennen der Saison. War sie 2020 12,46 Sekunden gerannt, waren es im Münchner Dantestadion sage und schreibe 12,15 Sekunden. Nach einem guten Start präsentierte sie sich dank ausgeprägter Sprinttechnik und optimal eingesetzter Hebeln bärenstark. Die heißeste Konkurrenz mit drei Sprinterinnen von der LAC Quelle Fürth hatte das Nachsehen; die LAC-Sprinterin gewann vor Lea Hergenroether (12,20 sec).

Auf Anhieb unter 60 Sekunden

Dem ließ sie eine beeindruckende Premiere über 400 Meter folgen. Etwas zu vorsichtig lief sie die ersten 200 Meter an. In der zweiten Kurve bereitete sie den Angriff auf die Führende vor, gab auf der Zielgeraden noch mal richtig Gas. In 59,20 Sekunden ließ sie fast den gesamten bayerischen U18/U20-Kader hinter sich und holte sich den Vereinsrekord von Katrin Obermeier aus 2000 (60,19 sec).

Solider Saisoneinstieg für Maria Anzinger

Ein flotter, solider Einstieg gelang Maria Anzinger, 2020 Deutschlands schnellste U16-Hürdensprinterin, über 100 Meter Hürden in 14,46 Sekunden. Starker Gegenwind von 1,6 m/s verhinderte eine schnellere Zeit. Sie gewann in der U18 vor Millicent Mensah (LAC Quelle Fürth, 14,57 sec), agierte jedoch etwas zu brav, zu verhalten am Start, der Oberköper war zu aufrecht. Für schnellere Zeiten ist im Laufe der Saison noch ordentlich Luft nach oben. Die 100 Meter danach absolvierte sie in 12,66 Sekunden. Die Schrittlänge war zu kurz und die Frequenz zu hoch, Maria Anzinger befand sich noch im Hürdenmodus.

Von 11,79 auf 11,43 Sekunden: David Kantzog – und über sechs Meter

U16-Sprinter David Kantzog bestach als Sieger ebenfalls mit einem starken Leistungssprung von 11,79 auf 11,43 Sekunden über die 100 Meter, eine deutliche Steigerung des Vereinsrekordes von Gerhard Wilhelm (2010, 11,80 sec). Basis für den aktuell dritten Rang in der Deutschen Bestenliste waren ein solider Start und ein technisch guter Sprint. Im Weitsprung fand David Kantzog nicht seinen gewohnten Anlauf nur 30 Minuten nach den 100 Metern. Im fünften Versuch gelang ihm trotzdem mit 6,02 Metern sein erster Sechs-Meter-Sprung. Das Potential für deutlich mehr ist heuer vorhanden.

Trotz Windpech prima Comeback von Andreas Kagerbauer

Bei seinem ersten Start seit über zwei Jahren zeigte Neuzugang Andreas Kagerbauer, dass mit ihm heuer zu rechnen ist. Bei Windpech mit 2,1 m/s Gegenwind sprintete er in 11,57 Sekunden bis auf eine Zehntel an seine Bestzeit ran. Auch über 200 Meter blieb er trotz einiger fehlender Läufe in 23,34 Sekunden im Bereich seiner Bestzeit (-1,3 m/sec).

Linda Meier mit Spitzenzeit über 5.000 Meter

Gemeinsam starteten die 3.000- und 5.000-Meter-Läuferinnen. Die Athletinnen auf der längeren Distanz kamen daher ein Stück weit in den Genuss, im Feld „mitschwimmen“ zu können. Ab Mitte der Strecke musste Linda Meier in ihrem ersten 5.000-Meter-Rennen alleine für das Tempo sorgen. Sie lieferte mit neuem Vereinsrekord gute 17:46,34 Minuten ab – 2021 national bisher die zweitschnellste Zeit einer U18-Läuferin. Nach einer längeren Verletzungspause freute sich Lea Wenninger über 18:16,77 Minuten in Trainingsschuhen. Laura Eisenreich brach über 3.000 Meter nach einem ordentlichen Beginn in der zweiten Streckenhälfte ein und kam in 11:06,17 Minuten in das Ziel, knapp vor Nora Aits in 11:07,47 Minuten.

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(c) Habermann
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