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6.02.2021: Spanische Club-Meisterschaft in Barcelona

Maximilian Entholzner fliegt auf 7,97 Meter

Deutsche Jahresbestleistung - Rang vier in Europa - Bayerischer Hallenrekord

Was beim IAAF Gold Label-Meeting in Karlsruhe mit fünf ungültigen Sprüngen misslang, setzte Maximilian Entholzner in Barcelona bei den Spanischen Clubmeisterschaften exzellent um. Gleich im ersten Versuch hob er vom Balken perfekt ab und landete erst wieder bei 7,97 Metern. In der katalanischen Metropole steigerte er seine Hallen-Bestleistung um 16 Zentimeter. Als Deutscher Hallenmeister sprang er vor einem Jahr in Leipzig 7,81 Meter. Maximilian Entholzner verdrängte Vize-Europameister Fabian Heinle (VfB Stuttgart) um drei Zentimeter vom ersten Platz der Deutschen Bestenliste, liegt mit der Weite von Barcelona aktuell auf Rang vier in Europa. Außerdem holte er sich den Bayerischen Hallenrekord von Oliver König (LG Stadtwerke München), der 2009 in Leipzig 7,92 Meter gesprungen war.

Verkürzung des Anlaufs Schlüssel zum Erfolg

Schlüssel zum Erfolg war offensichtlich die kurzfristige Veränderung des Anlaufs, die Umstellung von 22 auf 20 Schritte Anlauf, die Verkürzung von 52 auf knapp 47 Meter. Da der zweifache Deutsche Meister in den ersten Schritten zu viel Druck macht, zu viel Varianz im Anlauf hat, schlug sein spanischer Trainer die Verkürzung vor. Er habe eine so hohe Anlaufgeschwindigkeit, dass sich das nicht negativ auswirken würde. Die ersten Trainingseindrücke bestätigten diese Einschätzung.  Maximilian Entholzner lief mit weniger Druck, aber mehr Frequenz weg. Er fand von Beginn an eine bessere Position und bereitete den Absprung besser vor.

Persönliche Bestleistung

„Ich bin konzentriert, aber locker angelaufen. Absprung und Sprung waren technisch sehr gelungen. Ich hatte jedoch nicht das Gefühl schnell angelaufen zu sein und war von der Weite überrascht“, kommentierte er seinen Satz auf 7,97 Meter. Er egalisierte damit zugleich seine Freiluftbestleitung. Dann war offensichtlich etwas die Luft raus und die Konzentration weg. Nach einem ungültigen Versuch überlief er im dritten deutlich die Zwischenmarkierung, musste das Tempo drosseln und setzte die letzten Schritte nicht mehr aktiv. Der Sprung auf 7,45 Meter rutschte ihm beim Absprung durch. Nach zwei weiteren ungültigen Versuchen gelang ihm ein passabler sechster Versuch. „Technisch unsauber gesprungen und trotzdem eine Weite von 7,77 Metern“, zeigte sich Maximilian Entholzner zufrieden. Den Wettbewerb gewann er für seinen spanischen Verein CA Fent Cami Mislata vor Jean Okutu (FC Barcelona; 7,77 m, PB 8,01 m). 

Großer Schritt gen Hallen-EM in Torun

Der Blick ist auf die Hallen-DM in Dortmund am 21. Februar gerichtet. Dort verteidigt Maximilian Entholzner seinen Titel gegen die Hauptkonkurrenten Fabian Heinle und Julian Howard (LG Region Karlsruhe). Unter dem Dortmunder Hallendach geht es auch um die EM-Norm von 8,05 Metern für Torun (Polen). Angesichts des aktuellen europäischen Rankings und der Europäischen Bestenlisten von 2019 und 2020, die ebenfalls herangezogen werden, besteht aber außerdem die Chance, dass bereits 7,97 Meter für die EM-Teilnahme ausreichen.

Auch Tokio im Blick

Und im Blick hat Maximilian Entholzner auch bereits die Olympischen Spiele. Drei Tage nach der Hallen-DM findet ihn Madrid ein IAAF Gold Label-Meeting mit der internationale Weitsprungelite statt. Die 7,97 Meter könnten der Türöffner für diese Meeting sein, bei dem viele Punkte für die Weltrangliste und damit für die Olympia-Qualifikation zu vergeben sind.

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