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29.01.2021: Gold Label-Meeting in Karlsruhe

Internationales Top-Feld im Weitsprung

Zäher und turbulenter Saisoneinstieg für Maximilian Entholzner

Die internationale Leichtathletik-Weltklasse startete zur IAAF World Indoor Tour Gold mit einem Meeting in der Karlsruher Europahalle. Weitspringer Maximilian Entholzner war in einem erlesenen, starken internationalen Feld, unter anderem mit Hallen-Weltmeister Juan Miguel Echevarría (Kuba) und Europameister Miltiádis Tentóglou (Griechenland), am Start. Die EM-Norm von 8,05 Metern für die Hallen-Europameisterschaften in Torun (Polen) war das Ziel. Ihm gelang jedoch nur ein gültiger Versuch.  

„Ich wollte unbedingt acht Meter springen“

„Ich wollte zu viel bei den ersten Sprüngen, wollte unbedingt acht Meter springen“, analysierte der amtierende Deutsche Hallenmeister nach dem Wettkampf seine Leistung. Vier Ungültige setzte er in den Sand. Für die beiden letzten Sprünge nahm er sich vor; „freue dich, dass du überhaupt bei einem solchen Wettkampf starten kannst, versuche es zu genießen.“ Denn Maximilian Entholzner hatte seinen Auftaktwettkampf in Frankfurt am 12. Januar wegen einer Oberschenkelverletzung abbrechen müssen. Einige spanische Top-Athleten waren Corona-positiv, konnten erst gar nicht nach Karlsruhe reisen.

Mit Selbstisolation knapp an Quarantäne vorbei

Zudem hatte Maximilian Entholzner gleich nach Frankfurt turbulente Tage an seinem Studienort Madrid erlebt. Aufgrund der Heiserkeit eines Mitbewohners seiner vierköpfigen Wohngemeinschaft hatte er sich sofort selbst isoliert und war zwei Tage später in eine andere Wohnung gezogen. Alle drei Mitbewohner wurden kurz darauf Corona-positiv getestet. Aufgrund seiner Selbstisolation galt Maximilian Entholzner nicht als Kontaktperson ersten Grades, musste nicht in Quarantäne und wurde zweimal negativ getestet. Er konnte jedoch erst nach ein paar Tagen wieder die Vorbereitung für Karlsruhe aufnehmen.

„Ich bin schnell und gut drauf“

Im fünften Versuch glückten Maximilian Entholzner immerhin 7,41 Meter – wenn auch weit entfernt von der EM-Norm. Der sechste Versuch war hauchdünn übertreten. Gleichwohl nahm er als Sechster viel Positives aus Karlsruhe mit. „Es waren ein paar richtig gute Versuche dabei, nur knapp ungültig. Ich bin schnell und gut drauf“, kommentierte er abschließend seinen Wettkampf. Nächstes Wochenende greift er in Barcelona bei den spanischen Club-Meisterschaften erneut die EM-Norm an. Und dann wartet auf ihn die Titelverteidigung bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund am 21. Februar.

Hallen-Weltmeister Echevarría vor Europameister Tentóglou

Juan Miguel Echevarría holte sich in Karlsruhe den Sieg mit 8,18 Metern vor Landsmann Maykel Masso (8,08 m) und Miltiádis Tentóglou (Griechenland, 8,05 m). Platz vier belegte Thobias Montler (Schweden, 7,91 m), Platz fünf Eusebio Caceres (Spanien, 7,43 m). Auch für Vize-Europameister Fabian Heinle (VfB Stuttgart) lief es nicht nach Wunsch. Mit 7,29 Metern brach er den Wettkampf nach drei Sprüngen auf Rang acht ab. Der Oberschenkel zwickte.

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