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17.-19.07.2026: Deutsche Meisterschaften der Masters in Mönchengladbach

Elisa Schöne holt Gold über 400, 800, 1.500 Meter und 400 Meter Hürden

Die letzten zehn Tage vor der Masters-DM verbrachte Elisa Schöne mehr im Schwimmbecken als auf der Tartanbahn. Eine alte Verletzung auf der Oberschenkelrückseite war aufgebrochen. Sprints, viele Tempoläufe und andere schnellkräftige Übungen auf der Tartanbahn hätten den DM-Start wohl endgültig in Frage gestellt. Intensives Training fand daher auch im Wasser stattfinden.

Erfolgreichste bayerische Athletin mit drei persönlichen Bestleistungen

Hoffend und bangend reiste Schöne nach Mönchengladbach. Wird die Muskulatur drei Tage lang Maximalbelastungen standhalten? Schöne wärmte sich vor ihren Starts mindestens eine Stunde auf, verzichtete weitestgehend auf Steigerungen, absolvierte alle Disziplinen mit einer kleinen Reserve. Die Rückseite ihres Oberschenkels erinnerte sie immer wieder an die Verletzung  – doch sie hielt. Schöne krönte sich mit vier Titeln und einer Bronzemedaille in der Altersklasse W35 zu eine der erfolgreichsten Athletinnen der Masters-DM. Über 400 Meter Hürden, 1.500 Meter und im Dreisprung erzielte sie persönliche Bestleistungen.

Mit Trippelschritten zu Gold über die Hürden

Der Lackmustest fand gleich am ersten Tag der dreitägigen Meisterschaft über 400 Meter Hürden und 1.500 Meter statt. Mit dreieinhalb Sekunden Vorsprung gewann Schöne über 400 Meter Hürden in 65,94 Sekunden klar vor der Kölnerin Elena Wladasch. Die 33-Jährige verbesserte sich um eine gute halbe Sekunde. Häufiges Trippeln vor den Hürden verhinderte eine deutlich schnellere Zeit.

Spurtsieg auf der „Marathonstrecke“

Im 1.500-Meter-Rennen konnte sich Schöne auf ihre Schnelligkeit verlassen. Sie hielt sich lange in der Mitte des Feldes auf und zog dann eingangs der Zielgeraden den Spurt an. Auf ihrer „Marathonstrecke“ holte sie das ungewöhnliche Gold-Double in 4:48,91 Minuten vor Lara Predki (Lüneburger SV 4:49,88) und Daniela Wurm (TV Hasslinghausen, 4:52,68), vierdreiviertel Sekunden schneller als je zuvor.

Mit Hop, Step und Jump zu Bronze

Am zweiten Wettkampftag erlaubte sich die Langsprinterin und Mittelstreckenläuferin bei nahezu idealen Witterungsbedingungen einen Abstecher zum Dreisprung. Die Steigerung ihrer Bestweite um 18 Zentimeter brachte ihr Bronze. Sie zeigte eine stabile Serie mit 9,31, 9,34, 9,27 und 9,00 Metern.

Start-Ziel-Sieg über 800 Meter

Ein paar Stunden später ging es wieder auf die Rundbahn zum 800-Meter-Rennen, dieses Mal mit einer gegenteiligen Taktik. Vom Start weg dominierte Schöne, drückte dem Rennen ihren Stempel auf und wehrt auf der Zielgeraden die letzten Attacken souverän ab. Titel Nummer drei holte sie in 2:21,48 Minuten vor Ivana Gancheva (TSV Vaterstetten, 2:22,65) und Predki (2:24,67).

Viertel Titel über die Stadionrunde

Am letzten Wettkampftag verzichtet Schöne auf die 200 Meter, um nichts für die 400 Meter, wo sie als klare Favoritin galt, zu riskieren. Die Stadionrunde gewann sie in 59,53 Sekunden mit deutlichem Vorsprung vor der Dortmunderin Carolin Strophff (62,06) und der Mönchengladbacherin Sonja Beba (66,02). Die diesjährige dreifache Halleneuropameisterin war deutlich hinter ihren Bestzeiten über 400 und 800 Meter geblieben. Doch durch geschickte und kluge Einteilung ihrer Rennen fuhr sie bei der Masters-DM trotzdem den maximalen

 

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