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30.05.2026: Die Lange Laufnacht von Karlsruhe

Marco Voggenreiter bricht auch den 27 Jahre alten 1.500-Meter-Bezirksrekord

Zwei Wochen der Rekorde für Marco Voggenreiter. Bei der Langen Laufnacht von Karlsruhe beeindruckte er mit der nächsten Steigerung. Er löschte auch den niederbayerischen Jugendrekord über 1.500 Meter in 3:51,56 Minuten aus den Rekordlisten. Beim Läufermeeting in Pliezhausen zwei Wochen zuvor stellte er einen hochkarätigen U20-Bezirksrekord über 2.000 Meter Hindernis auf, führt die DLV-Jahresbestenliste an. Der nächste Paukenschlag eine Woche später in Brüssel über 3.000 Meter Hindernis mit U20-WM-Norm und Jugend- und Männerrekord.

„Now or never“

Die Lange Laufnacht in Karlsruhe hielt unter ihrem Motto „Now or never“, was sie versprach. Elf Stunden Laufsport pur mit internationalen und nationalen Spitzenathleten und ambitionierten Nachwuchstalenten. In über 60 Rennen mit über 1.000 Läufern aus 32 Nationen ging es über 800, 1.500, 5.000 und 3.000 Meter Hindernis Schlag auf Schlag.

In einem hektisches Feld bei 28 Grad mit einem zu schnellen Pacer

28 Grad waren auch für die 1.500-Meter-Läufer nicht die optimale Temperatur. Im Rennen von Voggenreiter, im achten von zwölf 1.500-Meter-Rennen, sollte der Pacer bei 400 Meter in 60 Sekunden durchgehen. 58,5 Sekunden waren deutlich zu schnell. Das dichte Feld agierte sehr unruhig. Voggenreiter arbeitete sich nach 600 Metern von der Innenkante nach außen, um einen ruhigeren Laufrhythmus zu finden, als ihm auf Bahn zwei plötzlich ein Konkurrent im wahrsten Sinne des Wortes vor die Füße sprang. Der Laufrhythmus ging für einige Meter ganz verloren. Dies wiederholte sich beim zweiten Versuch nach 800 Metern (2:01 min) wie eine Kopie des ersten. Erneut war es der gleiche Konkurrent.

Sieben Zehntel unter dem alten Bezirksrekord

Durch die Hektik im Feld verlor das Rennen an Tempo. Auf den letzten 100 Metern bündelte Voggenreiter im Spurt nochmal alle Kräfte, unterbot den 27 Jahren alten U20-Rekord von Andreas Lorenz (TV Zwiesel, 3:52,63) um sieben Zehntel. Im insgesamt 162-köpfigen Feld war er der drittschnellste deutsche Jugendliche. Damit war sein „Arbeitstag“ noch nicht zu Ende. 80 Minuten später machte er einen Kilometer lang Tempo im langsameren der drei 3.000-Meter-Hindernisrennen.

 

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