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29.03.2026: Torun I - European Masters Athletics Championships Indoor

Elisa Schöne 400-Meter-Europameisterin

 

Das polnische Torun, UNESCO Weltkulturerbe, – ein goldenes Pflaster für Elisa Schöne (LAC Passau). Fassungslos schlug sie nach dem 400-Meter-Finale der W35 mehrfach die Hände vor ihr Gesicht, und das in doppelter Hinsicht. Mit Gold hatte sie angesichts der Konkurrenz mit der polnischen Olympiasiegerin Baumgart-Witan und der starken Britin Tappin, die im Halbfinale bereits 56er-Zeiten zeigten, nicht ansatzweise gerechnet.

Goldene 56,61 Sekunden

Mit Bronze hatte die 38-Jährige bei den European Masters Athletics Championships Indoor geliebäugelt. Zwischen 58 und 59 Sekunden ballte sich die übrige Konkurrenz. Fassungslos aber auch wegen ihrer Zeit von 56,61 Sekunden. Nie zuvor war Schöne in der Masterklasse unter 58 Sekunden geblieben.

Souverän in das Finale

Mit einem kontrollierten Vorlauf qualifizierte sich Schöne als Zweite in 59,74 Sekunden für das Halbfinale. Als Siegerin ihres Halbfinales mit Bestzeit (58,00) tütete sie das Finale ein.

Taktisch perfekt gegen bärenstarke Konkurrenz

Iga Baumgart-Witan gewann bei der Olympiade in Tokio Staffel-Gold und -Silber mit der 4x400-Meter-Staffel und Mixed-Staffel. Jessica Tappin rannte 2025 über die Stadionrunde 56,37 Sekunden (PB 53,70). Zwischen den beiden auf Bahn fünf lief Schöne mutig an. Bei 150 Meter gab die Polin wegen Problemen mit der Achillessehne auf, die Sprinterinnen wechselten auf die Innenbahn. Schöne heftete sich mit einer kleinen Lücke an die Fersen von Tappin, Durchgangszeit der Britin 26,61 Sekunden. Bei 300 Meter saß Schöne Tappin schon im Nacken.

Unwiderstehlich im Zielspurt

Ausgangs der Kurve packte sie einen satten Endspurt aus, zog unwiderstehlich an Tappin vorbei und lief jubelnd über die Ziellinie. Als ihr Blick auf die Anzeigetafel fiel, weiteten sich ihre Augen, 56,61 Sekunden – 1,6 Sekunden schneller ihre bisherige Bestzeit, bei WM-Silber bei der Masters-WM 2025. Silber ging an die Britin (57,09) und Bronze an die zweite Deutsche Carolin Strophff (58,39). Zwei Jahre zuvor hatte Schöne bei der Hallen-EM Bronze noch in 60,56 Sekunden gewonnen.

22 Jahre alte Hallenbestzeit (U18) in Reichweite

Und ein Blick weit zurück in die Jugend von Schöne. Seit 2004 steht ihre Hallenbestzeit über 400 Meter bei 56,08 Sekunden. Damals gewann sie Bronze bei der Jugend-Hallen-DM. Drei Tage Torun sind nicht das Ende für Schöne. Die 800 Meter und die Staffeln über 4x200 Meter und 4x200 Meter Mixed warten noch auf sie.

53 Jahre alten Vereinsrekord geknackt

Nach über einem halben Jahrhundert gehört der 400-Meter-Vereinrekord von Karin Kaseder der Historie an. Auch sie eine 400-/800-Meter-Läuferin lief 1973 56,7 Sekunden.

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