31.01.2026/01.02.2026: Bayerische Hallenmeisterschaften in München
Achtmal Edelmetall, viele DM-Normen, persönliche und Saisonbestleistungen
Die Athletinnen und Athleten des LAC Passau glänzten mit zweimal Gold und je dreimal Silber und Bronze bei den Bayerischen Meisterschaften. Sie boten in der Münchner Werner-von-Linde-Halle eine Fülle an DM-Normen, persönlichen und Saisonbestleistungen.
Gold für Sebastian Hetzner mit viel Luft nach oben
Hetzner triumphierte im 60-Meter-Finale der U20. In der Vorbereitung auf die Jugend-DM gibt es für den 18-Jährigen noch einiges zu tun. Nach einem miserable Start im Vorlauf „joggte“ er im Kniehebelauf in 7,19 Sekunden ins Ziel. Im Finale kam er besser ins Rennen, fand aber keine gute Position im freien Sprint. In 6,89 Sekunden egalisierte er seine persönliche Bestzeit (PB). Diese dürfte aber nicht für das anvisierte DM-Finale reichen. Dazu muss Deutschlands schnellster 100-Meter-Sprinter der U18 im letzten Jahr eine Schippe drauflegen.
Vizetitel auf der Hallenrunde
Über 200 Meter verwarnten ihn die Kampfrichter wegen Zuckens beim Start mit der gelben Karte. Entsprechend vorsichtig löste er sich aus dem Startblock. Nachdem ihm ausgangs der zweiten Kurve die Kraft ausging, glänzte die zweite Medaille in guten 22,01 Sekunden silbern, neun Hundertstel hinter dem Sieger. Mit seinen 21,86 Sekunden von der „Südbayerischen“ hält Hetzner weiterhin Rang sechs der deutschen Bestenliste.
Emma Plöchinger mit 60-Meter-Bronze und Leistungssprung über 200 Meter
Im weiblichen U20-Sprintfinale überzeugte Emma Plöchinger mit Bronze in 7,64 Sekunden (VL 7,76 sec). Sie blieb nur um den Hauch einer Hundertstel über ihrer Bestzeit. Zum Silberrang fehlten drei Hundertstel. Der entglitt ihr durch die Rücknahme des Körpers auf der Ziellinie. Ihre starke Form untermauerte sie über 200 Meter. Um sieben Zehntel schraubte die 18-Jährige als Vierte ihren Hausrekord auf 25,10 Sekunden nach unten, freute sich über Bestzeit und DM-Norm.
Zweites Gold für die pfeilschnelle U20-Staffel
Auch sie hatte auf dem Heimweg eine zweite Medaille im Gepäck. Die StG PA-PAN-O mit den drei LAC-Athletinnen Plöchinger, Ketzel und Walz sowie Lange aus Pfarrkirchen gewann souverän Gold in der 4 x 200-Meter-Staffel in erstklassigen 1:41,45 Minuten. Alle vier überzeugten mit guten Wechseln und starken Läufen auf der Hallenrunde.
Dreisprung-Bronze im abgebrochenen Wettbewerb für Lilo Ketzel
Ketzel sicherte sich Bronze im U20-Dreisprung mit 11,37 Metern. Die U18-DM-Dritte von 2025 musste den Wettbewerb nach einem missglücktem dritten Versuch beenden. Zu nervös wollte sie offensichtlich die DM-Norm von 11,85 Metern erzwingen, prellte sich dabei den Fuß. Als letzte Chance auf die DM-Norm verbleiben ihr die Süddeutschen Meisterschaften am nächsten Wochenende.
Drei Bestmarken und drei Top-Acht-Platzierungen für Catharina Walz
Nicht nur in der Staffel, auch mit drei Bestmarken und drei Top-Acht-Platzierungen glänzte Walz. Im Weitsprung flog die 18-Jährige mit 5,46 Metern auf den fünften Platz, einen Zentimeter weiter als bisher. Um sechs Hundertstel unterbot sie im Vorlauf des 60-Meter-Sprints trotz eines etwas verschlafenen Starts in 7,92 Sekunden ihr bisherige Bestzeit, belegte Rang acht im Finale (7,98 sec). Über 200 Meter knackte sie als Siebte erstmals die 26-Sekunden-Marke in 25,88 Sekunden.
Knapp an Bronze vorbei und zwei Bestzeiten für Patrik Haselböck
Nach acht Tagen Krankheit überraschte sich Patrik Haselböck (U18) mit zwei Bestzeiten über 60 und 200 Meter. In 7,24 Sekunden steigerte er sich als Vierter mit einem klasse Start im Finale um vier Hundertstel (VL 7,30 sec). Auf der Ziellinie der gleiche Fehler wie von Plöchinger und damit die Chance auf eine Medaille futsch. Für die 200 Meter reichte die Kraft von Haselböck nach der Erkrankung nicht ganz, aber als Fünfter immerhin für eine neue Bestzeit in 23,14 Sekunden. Bei den Frauen schrammte Elena Gust über 60 Meter Hürden in 9,38 Sekunden nur um eine Hundertstel am Finale vorbei.
Dreimal Edelmetall für Marco Voggenreiter, Anton Schmidmaier und Franziska Bichlmeier
Marco Voggenreiter (U20) errang den Vizetitel über 3.000 Meter in 8:50,77 Minuten (PB), wurde zudem Vierter über 1.500 Meter (4:04,35 min). Ebenfalls zu Silber über 3.000 Meter lief Anton Schmidmaier in der U18 nach einem taktischen Bummelrennen in 9:18,54 Minuten (PB). Bronze ging über 2.000 Meter an Franziska Bichlmeier (U16). Das Feld ließ es die ersten Runden ruhig angehen, Bichlmeier agierte clever in der Renneinteilung und setzte sich im Schlussspurt als Dritte durch. Lena Koch kämpfte als 14. mit der trockenen Hallenluft (7:51,71 sec). Elisa Schöne stieg über 800 Meter gut in die Hallensaison ein. Die amtierende W35-Hallen-Weltmeisterin wurde Siebte in 2:22,96 Minuten.