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26.07.2025: European Youth Olympic Festival in Skopje

Staffel-Bronze für Sebastian Hetzner

Am letzten Tag der Leichtathletik-Wettbewerbe krönte Sebastian Hetzner seine Leistungen beim European Youth Olympic Festival (EYOF) nach Platz sechs im 100-Meter-Finale mit Bronze in der Medley-Staffel. Beim EYOF wird traditionell die Schwedenstaffel gelaufen, nicht eine 4x100- oder 4x400-Meter-Staffel. In der Schwedenstaffel werden 100, 200, 300 und 400 Meter gerannt. Sebastian Hetzner (LAC Passau), Gianluca Wessendorf (TSV Bayer 04 Leverkusen), Nils Hofmann (HNT Hamburg) und Andor Schumann (Erfurter LAC) jubelten in einer engen Entscheidung in 1:53,71 Minuten über Bronze. Italien lag nur 13 Hundertstel dahinter. Gold ging an Tschechien (1:52,43). Zur Silbermedaille der Türkei (1:53,58) fehlten dem deutschen Staffelquartett ebenfalls nur wenige Hundertstel.

1999 gewann Johannes Fischer U18-WM-Bronze mit der Staffel

Die Bronzemedaille von Skopje ist das zweite Edelmetall bei einer internationalen Jugendmeisterschaft in der 55-jährigen Vereinsgeschichte des 1. FC Passau/LAC Passau. 1999 gewann Johannes Fischer bei der U18-WM im polnischen Bydgoszcz ebenfalls Bronze als Startläufer der 4x100-Meter-Staffel.

200-Meter-Premiere im Vorlauf

Im Vorlauf am Freitag startete Sebastian Hetzner überraschend nicht auf Position eins, sondern auf Position zwei. Nie zuvor war er 200 Meter in einem Wettbewerb gelaufen. Was war passiert? 400-Meter-Hürdenläufer Hofmann, für die 300 Meter nominiert, bestritt vor dem Vorlauf sein Finale über 400-Meter-Hürden. Stabhochspringer Nikolas Tietze (SV Halle) sprang in die Bresche, übernahm die Startposition. Hetzner rückte auf die 200 Meter und Wessendorf auf die 300 Meter. Die Stadionrunde blieb bei Andor Schuhmann. Der Sohn von 800-Meter-Olympiasieger Nils Schuhmann (Sydney 2000) hatte am Tag zuvor die 800 Meter in starken 1:48,82 gewonnen, lief aber auch bereits 48,14 Sekunden über 400 Meter. Die deutsche Staffel gewann ihren Vorlauf souverän in 1:54,23 Minuten vor Tschechien (1:54,95) und Österreich (1:55,30). Tietze und Hetzner glückte ohne große Vorbereitung ein einwandfreier Wechsel. Hetzner machte seine Sache gut, auch wenn der „Marathon-Sprint“ für ihn richtig hart war.

Glänzender Kurvenlauf

Für das Finale rückte Hofmann wieder in das Aufgebot. Alle gingen auf der für sie ursprünglich vorgesehenen Position an den Start. Als Startläufer zeigte Hetzner einen pfeilschnellen Kurvenlauf, übergab den Stab in Führung liegend an Wessendorf. Das Feld blieb eng zusammen, Deutschland rückte auf Position drei nach hinten. Schlussläufer Schuhmann musste noch eine Staffel vorbeilassen. Ihm steckten bereits drei Rennen in den Beinen, Vorlauf und Finale über 800 Meter und der Medley-Vorlauf über 400 Meter. Auf der Zielgeraden überspurtete der Erfurter mit großem Kampfgeist den italienischen Schlussläufer.

 

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