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21.07.2025: European Youth Olympic Festival in Skopje

Sebastian Hetzner Sechster im 100-Meter-Finale

Starke Nerven waren gefragt im 100-Meter-Finale beim European Youth Olympic Festival (EYOF). Dreimal schoss der Starter zurück. Erst der vierte Anlauf glückte. Bei diesem Nervenkitzel sprintete Sebastian Hetzner in 10,71 Sekunden auf einen glänzenden sechsten Platz. Die Medaillen gingen in einem hochklassigen Finale an den Polen Nikodem Dyminski (10,50 sec), den Italiener Edwin Fermin Galvan (10,54 sec) und den Iren Ben Sykes (10,57 sec).

Über 3.500 Nachwuchssportler aus 50 europäischen Ländern

Bei Temperaturen weit über 30 Grad starteten die Leichtathletik-Wettbewerbe des EYOF im nordmazedonischen Skopje. Über 3.500 Nachwuchssportler der Jahrgänge 2008 und 2009 aus 50 europäischen Ländern messen sich in 15 olympischen Sportarten. Hetzner kürte sich vor zehn Tagen in Wattenscheid zum Deutschen U18-Meister. Seinen internationalen Auftritt machte er beim finalen Qualifikationsrennen in Wetzlar als Schnellster in 10,58 Sekunden dingfest. Und er legte mit 10,52 Sekunden nochmal nach. Vor Skopje gehörte das Sprint-As aus Pocking zu den Top-acht-Sprintern in Europa.

Mit drei Hundertsteln Vorsprung als Achter in das Finale

Vorsicht ließ Hetzner beim Start im Vorlauf walten. Dann beschleunigte er gut, riskierte bei 40 Meter einen kurzen Kontrollblick zu Seite. In 10,80 Sekunden rollte Hetzner als Zweiter mit dem großen „Q“ über den Zielstrich. Auf 39 Grad war das Thermometer beim Halbfinale um 18 Uhr geklettert. Als Letzter kam Hetzner aus den Blöcken, zeigte dann aber bis 60 Meter ein optimales Rennen. Unter dem Druck der Konkurrenz wurde er etwas „fest“, büßte Schrittlänge ein. Drei Hundertstel Vorsprung reichten in 10,70 Sekunden als Vierter des Halbfinales und Gesamtachter für den Einzug in das Finale.

Im vierten Anlauf glückt der Start im Finale

Seine besten drei Starts absolvierte Hetzner kurz vor 21 Uhr. Doch die ersten drei Starts schoss der Starter zurück. Nach zwei grünen Karten zeigte das Kampfgericht einem der Favoriten, dem Griechen Dimitrios Vavilis, die rote Karte. Sehr angespannt hatte auch Hetzner auf die Entscheidung des Kampfgerichts gewartet. Früh hatte er sich aus dem Startblock löste, vermutete, er hätte den Fehlstart verursacht.

Suboptimale Vorbereitung aufgrund muskulärer Probleme

Versuch Nummer vier klappte, allerdings mit Hetzners schwächstem Start beim EYOF. Er beschleunigte ausgezeichnet, lag lange gut im Rennen. Auf den letzten 20 Metern fehlte der „Punch“ für eine Top-Zeit. Als Sechster glückte ihm eine Top-Platzierung unter den Besten Europas, insbesondere angesichts der muskulären Probleme, die ihn bereits in der Woche vor den Deutschen Meisterschaften plagten. Feste Adduktoren zwangen ihn, das Sprinttraining zu reduzieren. Vor Skopje entfiel es ganz. Hetzner musste alternativ trainieren. Mit Rang sechs toppte Hetzner die Platzierung seines Trainingskollegen David Kantzog, der vor drei Jahren beim EYOF im tschechischen Banská Bystrica in 10,87 Sekunden Siebter geworden war. Damals reichten 10,72 und 10,77 Sekunden für Silber und Bronze. Nach der ersten Enttäuschung, denn „es wäre deutlich mehr gegangen“, so Hetzner, richtete sich sein Blick nach vorn, auf die Schwedenstaffel. Dann ist er Startläufer bei dieser Staffel, aufgeteilt in die Teilstrecken 100, 200, 300 und 400 Meter.

 

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