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29.06.2025: Oberbayerische Meisterschaften in Vaterstetten

Schnell, schneller, Hetzner

 

Hochsommerliche Temperaturen machten den Sprintern und Springern in Vaterstetten schnelle Beine. Sie präsentierten sich in bestechender Form vor den Deutschen U16- und Deutschen Jugend-Meisterschaften. Außer Konkurrenz starteten sie bei fast durchgehend Windstille bei den Oberbayerischen Meisterschaften.

Bei Windstille 10,52 Sekunden

Sebastian Hetzner brannte erneut eine 100-Meter-Bestzeit auf den Tartan. Überrascht vom schnellen Startschuss schraubte er diese trotzdem um sechs Hundertstel auf 10,52 Sekunden. Deutschlands schnellster U18-Sprinter liegt vor dem European Olympic Youth Festival auf Rang fünf in Europa. Und im Gegensatz zur der vor ihm platzierten europäischen Konkurrenz erzielte er seine 10,52 Sekunden bei Windstille, nicht mit kräftigem Rückenwind. Nach ausgiebigem „Braten in der Sonne“ rannte Hetzner zwei Stunden später aus Trainingsgründen in einem Einlagelauf noch 10,69 Sekunden. Die U18- und U20-Bezirksrekorde verbesserte er heuer bereits zum dritten Mal.

Lilo Ketzel fliegt erstmals über zwölf Meter

Lilo Ketzel setzte im Dreisprung um, was sie schon länger in den Beinen hat. Das kurz vor knapp. Am Sonntag lief die Meldefrist für die Jugend-DM ab. Ketzel fehlte noch die Norm (11,65 m). Mit Hop, Step und Jump landete sie bei 12,02 Metern. Die Siebzehnjährige flog nicht nur erstmals über zwölf Meter. Sie bot auch eine stabile Serie mit Sprüngen um die 11,70 Meter. Vor der DM gehört die Bayernkader-Athletin zu den Top Sieben der deutschen U18-Dreispringerinnen.

Schneller denn je Emma Plöchinger

Schneller denn je zeigte sich im 100-Meter-Sprint Emma Plöchinger (U20). Die Bayerische Hallen-Vizemeisterin steigerte sich auf 12,17 und im Einlagelauf auf erstklassige 12,12 Sekunden. Die Vilshofnerin kam deutlich besser aus dem Startblock als bei vorherigen Rennen.

David Kantzog mit Muskelfaserriss

Ohne guten Start musste sich David Kantzog (U20) mit 11,05 Sekunden begnügen. Etwas „platt“ im Einlagelauf blieben die Uhren bei 11,26 Sekunden stehen. Nach einem tollen 200-Meter-Start und klasse Kurvenlauf musste er das Rennen wegen eines Muskelfaserrisses beenden. Sehr bitter für Kantzog: Das Aus für die Jugend-DM, für die er mit einem Start über 100 und 200 Meter geplant hatte.

Catharina Walz auf hohem Niveau im Sprint und Sprung

Mit 12,60 und 12,68 Sekunden zeigte sich Catharina Walz (U20) gut vorbereitet für die 4x100-Staffel bei der Jugend-DM. Die 17-Jährige schrammte nur um zwei Hundertstel an ihrer Bestzeit vorbei. Trotz einiger technischer Mängel zeigte sie im Weitsprung eine gute Serie. Mit 5,35 Metern blieb sie zehn Zentimeter unter ihrer Bestweite. Der Ausreißer nach oben fehlte.

Patrik Haselböck mit Top-Zeit im Langsprint

Im Langsprint glänzte Patrik Haselböck (M15). Über 300 Meter stürmte er ohne ernsthafte Konkurrenz zu starken 36,94 Sekunden. Der 15-Jährige aus Hofkirchen hat noch Luft nach oben. Er rangiert mit der neuen Bestzeit auf Rang zwölf der deutschen Bestenliste. Bei der U16-DM in Ulm stellt er sich der nationalen Konkurrenz über 100 und 300 Meter.

Fiona Moog über die Hürden auf Kurs Ulm

Dort startet Fiona Moog über 80 Meter Hürden und 100 Meter. Sie überzeugte über die Hürden in sehr guten 12,04 Sekunden, ihrer zweitbesten Zeit. Im Weitsprung kam sie mit dem Anlauf nicht klar, blieb mit 4,93 Metern fast einem halben Meter unter ihrer Bestmarke.

Bestzeiten für Laura Pap-Orsag über 100 Meter und 100 Meter Hürden

 Zwei neue Bestleistungen verbuchte Laura Pap-Orsag (W14). Die Pfarrkirchnerin schraubte ihre PB im Hürdensprint um 14 Hundertstel auf 12,95 und über 100 Meter um gleich 33 Hundertstel auf 12,99 Sekunden. Im Weitsprung landete sie erst nach fünf Metern; mit 5,06 Metern fehlte nur ein Zentimeter zur Hallenbestleistung.

Hürden- und Weitsprung-Bestmarken für Joline Spakowski

Ebenfalls über zwei neue Bestmarken freute sich Joline Spakowski (W15). Mit 13,18 Sekunden verbesserte sie sich über 80 Meter Hürden deutlich um 26 Hundertstel. Im Weitsprung sprang sie mit 4,58 Metern einen Viertel Meter weiter als bisher.

(c) Habermann
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