Im Gegensatz zum Aderlass im Bereich des Leistungssports Ende 2024 hatte der LAC Passau zum Jahreswechsel keine Abgänge zu beklagen. Im Gegenteil – drei leistungsstarke Athleten wechselten zum LAC Passau, aus dem Nachwuchs-, Aktiven- und Mastersbereich.
Heimkehrerin Linda Meier
Linda Meier startete bereits von 2019 bis 2023 für den LAC Passau. 2020 wurde sie in den Bayernkader, 2021 in den Nationalkader aufgenommen. Vielfach stand sie bei Deutschen Jugend Meisterschaften über die Langstrecken auf dem Siegerpodium, wurde 2022 deutsche Jugendmeisterin über 5.000 Meter. Im gleichen Jahr nominierte sie der DLV für die U20-WM in Cali (Kolumbien), belegte dort Rang 14 über 5.000 Meter. Über die gleiche Distanz rannte sie 2023 auf den siebten Platz bei der U20-EM in Jerusalem (Israel). Nach dem Abitur begann sie ein Studium in Tübingen, wechselte zum LAV Tübingen und trainierte dort bei Bundestrainerin Isabell Baumann. 2024 wurde sie starke Vierte bei der Hallen-DM, lief drei Topzeiten über 1.500, 3.000 und 5.000 Meter mit 4:22,93, 9:12,21 und 16:15,09 Minuten. Die Saison 2025 fiel einer Infektion zum Opfer. Linda Meier studiert seit dem Wintersemester 2025/2026 an der Universität Regensburg und trainiert wieder bei ihrem früheren Trainer Klaus Hammer-Behringer.
Sachsen, Baden-Württemberg, Waldkirchen: Elisa Schöne
Aufgewachsen in Dresden, wechselte Elisa Schöne nach einigen Jahren Eiskunstlauf mit zehn Jahren zur Leichtathletik beim Dresdner Sportclub. Als Schülerin gewann sie den sächsischen Meistertitel im 50-Meter-Sprint und mit der Staffel. 1999 zog ihre Familie nach Baden-Württemberg. Für den TV Lahr startend wurde sie in der Jugend Baden-Württembergische und Süddeutsche Meisterin über 400 Meter, schaffte es in das 400-Meter-Finale bei der Jugend-DM. Ihr größter Erfolg: Bronze bei der Jugend-Hallen-DM über 400 Meter. 2006 wechselte sie zum LC Rothaus Breisgau (später LC Breisgau), startete bis 2012 über 400, 800 und 1.500 Meter, holte Titel und Medaillen bei Badischen, Baden-Württembergischen und Süddeutschen Meisterschaften. Nach dem Umzug nach Stuttgart nahm sie sich eine Auszeit vom Leistungssport. Aus Spaß an der Freud bestritt sie Volksläufe und drei Halbmarathons.
Masters-Weltmeisterin über 800 Meter
Nach einem Wechsel des Arbeitsplatzes zog sie 2015 nach Jandelsbrunn, jetzt Waldkirchen, und begann 2017 nach der Geburt ihrer Tochter wieder mit der Leichtathletik. 2025 startete sie bei der Hallen-WM der Masters in Gainesville (Florida) durch, kürte sich zur Weltmeisterin in der W35 über 800 Meter. Sie wurde in den USA zudem dreifache Vizeweltmeisterin über 400 Meter, mit der 4×200-Meter-Staffel und 4×200-Meter-Mixed-Staffel und brachte nach Hause eine Bronzemedaille im Fünfkampf mit. Zwei Jahre zuvor bei der Hallen-WM in Torun (Polen) verbuchte sie bereits einmal Silber und dreimal Bronze. Neunfache Deutsche Masters-Meisterin ist Elisa Schöne auch. Allein bei den Bayerischen Masters 2025 waren es sieben Titel auf einen Streich. Masters-Bestzeiten erzielte sie 2025 auf alle Strecken von 100 bis 1.000 Meter: 100 Meter 12,96 Sekunden, 200 Meter 26,20 Sekunden, 400 Meter 58,22 Sekunden, 800 Meter 2:17,52 Minuten, 1.000 Meter 3:05,07 Minuten.
Nachwuchstalent Moritz Dollinger
Ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent schloss sich mit dem dreizehnjährigen Moritz Dollinger (2012) dem LAC Passau an (bisher TV Wallersdorf und TSV Plattling). Er bringt eine breite Palette an ausgezeichneten Leistungen mit: 75 Meter 9,94 Sekunden, Weitsprung 5,23 Meter, Hochsprung 1,51 Meter, Kugelstoß 5,23 Meter, Diskuswurf 31,00 Meter, Speerwurf 40,15 Meter. In der bayerischen Bestenliste ist Moritz Dollinger in vielen Disziplinen 2025 weit vorne platziert. Er ist vielfacher Niederbayerischer Meister, und das trotz eines Apophysenabrisses 2025, der ihn zu einer halbjährigen Trainingspause zwang.
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