Nach 3,86 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen lief Felix Adler völlig erschöpft, aber überglücklich in das Stadion im Triathlon-Park in Roth ein. Die Leiden auf den letzten zehn Kilometern der Laufstrecke waren vergessen beim Jubel von Tausenden Zuschauern. Laut Renndirektor Felix Walchshöfer gab es mit etwa 300 000 Zuschauern an der Strecke und im Stadion einen neuen Zuschauerrekord.
Ironman-Premiere
Bei seiner Ironman-Premiere blieb für Felix Adler die Uhr bei 9:23:36 Stunden stehen. Zur Vorbereitung bestritt er drei Wochen zuvor über die halb so lange 70.3-Strecke einen Triathlon in Ingolstadt in 4:18:23 Stunden. Der voll berufstätige Informatiker legte neben der täglichen Abendeinheit viele zusätzliche Trainingseinheiten zu frühmorgendlicher Stunde an Inn und Donau zurück.
Gänsehaut pur am Solarer Berg
In Roth stieg Felix Adler nach 1:08:05 Stunden als 355ster aus dem Main-Donau-Kanal, exakt in der anvisierten Zeit. Bei einer Wassertemperatur von 25 Grad waren Neoprenanzüge nicht erlaubt. Beim ersten Wechsel ließ er einige Zeit liegen. In seiner „schwächeren“ Disziplin, dem Radfahren, benötigte er als 584ster 5:08:23 Stunden (Schnitt 34,76 km/h). Ab Greding machte den Triathleten extremer Seitenwind zu schaffen, je nach Fahrtrichtung wechselnd von links und rechts. Dieser führte zu einigen Stürzen. Zweimal Gänsehaut pur gab es am Solarer Berg in Hilpoltstein, den die Triathleten in einer engen Zuschauergasse mit Tour de France-Feeling hochfuhren – Felix Adler angefeuert von Familie, Freundin und Freunden.
Marathon unter drei Stunden
In seiner Paradedisziplin „Laufen“ konnte er am Kanal entlang einigen Boden gut machen. Groß waren die Leiden beim Anstieg auf den letzten zehn Kilometern. Hier verlor Felix Adler einige Zeit. Und doch knackte er in 2:59:41 Stunden als 74ster knapp die Drei-Stunden-Marke. In der Gesamtwertung des Klassikers in Franken belegte der 28-Jährige Rang 202, in seiner Altersklasse 25 Rang 27.
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