1.200 Läuferinnen nahmen in Berlin die Halbmarathon-Distanz unter ihre Füße, viele als letzten großen Test vor ihrem Herbstmarathon. So auch Straßenläuferin Katrina Jordan vom LAC Passau. Auf der Schlossstraße im Stadtteil Steglitz lief sie als starke Zweite der W45 und 16. der Gesamtwertung in das Ziel.
Optimale Temperaturen, aber böiger Wind
Optimale 14 Grad begleiteten die 45-Jährige auf ihren 21,0975 Kilometern. Nur ein heftiger böiger Wind störte gewaltig. „Gefühlt hatte ich mehr Gegenwind als Rückenwind“, kommentierte Jordan die Windverhältnisse. Der zweimal zu durchlaufende Rundkurs führte mitten in der Stadt durch die drei Berliner Wohnbezirke Steglitz, Wilmersdorf und Zehlendorf, vorbei am Bierpinsel und Botanischen Garten.
Zweitschnellste Zeit mit 1:28:22 Stunden
Bei Kilometer zehn lag Jordan auf Kurs 1:26 Stunden „glatt“. Die Kilometersplits differierten aufgrund des Windes häufig um zehn Sekunden. Die Strecke hatte aufgrund vieler Kehren und Kurven weitere Handicaps. Vor allem der Wind dürfte Jordan einige Körner gekostet haben. In der zweiten Rennhälfte konnte sie das hohe Tempo nicht halten. In 1:28:22 Stunden überquerte sie die Ziellinie. Eine für die Bedingungen schnelle Zeit, ihre zweitbeste bisher im Halbmarathon. Nur als W45-Neunte der heurigen Halbmarathon-DM war sie 51 Sekunden schneller.
Fit für den München-Marathon
„Generalprobe geglückt für den München-Marathon“, lautete das Fazit von Jordan, bei dem sie Anfang Oktober an den Start geht. In der W45 lag vor ihr die Regensburgerin Ricarda Gerlach in ausgezeichneten 1:23:09 Stunden. An der Spitze des Feldes dominierte Antonia Müller (LG eXa Leipzig, 1:18.43) vor Victoria Brandt (LAC Olympia 88, 1:20:07) und Rabea Schöneborn (LG Nord Berlin, 1:20:07), die Halbmarathon-Team-Europameisterin von 2022 in München.