So schnell wie der Weltjahresbeste – beim Anlauf
Beim Internationalen Weitsprung-Meeting in Guadalajara, nördlich von Madrid gelegen, war auch Maximilian Entholzner vom 1. Passau am Start. Star des Abends war der 19-jährige Juan Miguel Echevarría aus Kuba. Er war in Bad Langensalza, fünf Tage zuvor, mit 8,68 Metern Weltjahresbestleistung gesprungen. Maximilian Entholzner stellte dort seine Bestmarke von 7,96 Metern ein und übertraf zum zweiten Mal die EM-Norm. Die Veranstaltung in Guadalajara begann zum Leidwesen der Weitspringer mit einer halbstündigen Verspätung. Die Athleten befanden sich bereits im Callroom, als der Veranstalter entschied, wegen der geänderten Windrichtung den Anlauf zu drehen. Die Zeit wurde knapp, der 22-Jährige aus Passau hatte nur zwei Probeversuche absolviert, als das Kampfgericht die Anlage für weitere Probeversuche zu sperren. Der notwendige dritte Anlaufversuch entfiel.
Rang zwei mit 7,85 Metern
Maximilian Entholzner übertrat gleich den ersten Versuch. Zudem verschlief er auch die weiteren drei Versuche (7,66, ungültig, 7,66). „Die ersten vier Versuche waren für die Katz“, kommentierte er diese verärgert. Der fünfte Versuch war deutlich besser, er katapultierte sich auf 7,85 Meter hinaus (+1,4 m/s). Der letzte Versuch wäre noch weiter gewesen, war jedoch ungültig. Noch immer hat Maximilian Entholzner große Probleme, seine enorme Anlaufgeschwindigkeit am Brett in Weite umzusetzen. „Ich husche über das Brett hinweg, das Schwungbein und die Arme kommen zu langsam“, analysierte der Passauer sein Absprungverhalten.
Schnell wie der Kubaner
Trotzdem belegte er in einem internationalen Klassefeld mit vielen Acht-Meter-Springern einen exzellenten zweiten Platz hinter dem Weltjahresbesten Juan Miguel Echevarría, der im ersten Versuch die Tagesbestweite mit 8,37 Metern sprang. In einem Punkt befand sich der FC-Athlet mit Juan Miguel Echevarría fast auf Augenhöhe. Von allen Athleten wurde die Anlaufgeschwindigkeit gemessen. Michael Entholzner war minimal langsamer als der Kubaner.