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29.01.2017 · Aktuelles

28./29.01.2017: Bayerische Hallen-Meisterschaften, Fürth

Maximilian Entholzner und Tina Vetter Bayerische Meister – Weitspringer zeigt den Sprintern, „wo der Bartel den Most holt“ – Silber für Lorenz Adler und Paul Feuerer, Bronze für Julia Hofer und Valentin Fuchs

28./29.01.2017: Bayerische Hallen-Meisterschaften, Fürth

Die Leichtathleten des 1. FC Passau setzten sich glänzend in Szene bei den Bayerischen Hallen-Meisterschaften in Fürth. Gewannen sie 2016 fünfmal Edelmetall, waren es am Wochenende sogar sechs Medaillen. Und sie glänzten noch heller als im Vorjahr. Der schnellste Mann Bayerns heißt wie über 100 Meter auch über 60 Meter Maximilian Entholzner. Er und Tina Vetter über 200 Meter gewannen Gold. Silber erkämpften sich Lorenz Adler und Paul Feuer jeweils über 3000 Meter.  Mit der Bronzemedaille wurden Julia Hofer über 60 Meter und Valentin Fuchs über 800 Meter dekoriert.

Mit Sololauf zu Gold

Für Maximilian Entholzner schien die Meisterschaft bereits nach dem Startschuss im Vorlauf über 60 Meter beendet. Als er sich aus dem Startblock katapultierte, rutschte dieser nach hinten weg. Der Deutsche U23-Meister im Weitsprung brach sofort das Rennen ab und legte Protest ein. Die Kampfrichter entschieden, dass er nochmal alleine starten dürfe. Souverän qualifizierte er sich in 6,99 Sekunden für den Zwischenlauf (Bestleistung zuvor 7,14). Mit 6,95 Sekunden im Zwischenlauf erreichte er das Finale. Dort zeigte der Weitspringer dann den Spezialisten, „wo der Bartel den Most holt“. In einem Wimpernschlag-Finale siegte er in 6,93 Sekunden vor Lucien Aubry (LG Erlangen, 6,94) und Aleksandar Askovic (LG Augsburg, 6,95) und dominierte die Konkurrenz wie bereits 2016 im Freien über 100 Meter. Auch die DM-Norm von 6,95 Sekunden unterbot er. Doch für Maximilian Entholzner ist mit dem Start in Fürth die Hallensaison bereits beendet. Das Mitglied des B-Kaders des DLV verzichtet auf alle weiteren Hallenstarts und konzentriert sich im Trainingsaufbau auf seine Spezialdisziplin im Sommer.

Wer ist Tina Vetter?

Den Neuzugang des 1. FC Passau hatte niemand auf der Rechnung über die 200 Meter der Frauen. Tina Vetter war erst letzten Herbst vom LAV Neustadt bei Coburg zum 1. FC Passau gewechselt. Ihre Bestzeit stand bisher bei 26,20 Sekunden. Diese verbesserte sie bereits bei Gewinn ihres Vorlaufs auf 25,88 Sekunden. Im Finale trommelte sie in einem fulminanten Lauf mit einer extremen Energieleistung 25,28 Sekunden auf die blaue Bahn und steigerte ihre Bestzeit insgesamt um eine knappe Sekunde.  Noch nie zuvor hatte sie eine Platzierung bei Bayerischen Meisterschaften auf dem Siegerpodest erreicht. Und dann gleich Gold, eine kleine Sensation für die Neupassauerin. Mit der Goldmedaille dekoriert konnte sie auch die Schürfwunden nach dem Sturz ins Ziel leicht verschmerzen. Knapp hinter Tina Vetter reihten sich Franziska Wahl (LAC Quelle Fürth, 25,34 Sekunden) und Theresa Leitz (LG Würm Athletik, 25,38 Sekunden) ein. Nicht von Tina Vetter, sondern von Julia Hofer, Dritte der DM-U23 über 200 Meter, konnte vor dem Wettkampf Gold erwartet werden. Sie trat jedoch im Vorlauf auf die Abgrenzungslinie. Den Kampfrichtern blieb nur die Disqualifikation.

Bronze für Julia Hofer

Ihre Medaille hatte sich Julia Hofer bereits zuvor im 60-Meter-Sprint geholt. Locker gewann sie ihren Vorlauf trotz schlechten Starts in 7,75 Sekunden. Nach 7,67 Sekunden im Zwischenlauf sprintete sie im Finale mit der gleichen Zeit zu Bronze, nur knapp hinter der Silbermedaillengewinnerin Tamara Seer (LAC Quelle Fürth, 7,65). Bei den Südbayerischen Meisterschaften vor zwei Wochen gewann Julia Hofer mit 7,60 Sekunden und unterbot deutlich die DM-Norm von 7,68 Sekunden. Ihre Ausnahmestellung in Bayern bewies die Siegerin Amelie-Sophie Lederer in 7,37 Sekunden. Noch einmal steigern konnte sich Antonia Wimberger über die 60 Meter. Die Dreispringerin belegte einen für sie ausgezeichneten vierten Platz in 7,82 Sekunden (VL 7,84, ZL neue persönliche Bestleistung in 7,78). Tina Vetter schied im Zwischenlauf mit 7,97 Sekunden, Marianna Hellauer im Vorlauf mit 8,39 Sekunden aus.

Silber für Lorenz Adler und Paul Feuerer

Einem hochkarätigen Starterfeld stellten sich Felix und Lorenz Adler und Maximilian Feuerer über 3000 Meter der U20. Ebenfalls am Start standen der Deutsche Meister über 2000 Meter Hindernis Niklas Buchholz (TSV Hemhofen), der Neuntplatzierte bei der DM Theo Schell (LSC Höchstädt/Aisch) und der Fünftplatzierte der DM-U18 über 2000 Meter Hindernis Valentino Masi (LG Hof). Doch einer der Passauer Läufer nutzte die kleine Chance auf eine Medaille. Lorenz Adler ließ den Kontakt zur Spitzengruppe nie abreißen und spurtete im Stil eines Sprinters auf den letzten 100 Metern in 8:56,19 Minuten zur Vizemeisterschaft (DM-Norm: 9:05,20). Zwillingsbruder Felix belegte Rang 5 in 9:17,43 Minuten. Maximilian Feuerer wurde Sechster in 9:36,47 Minuten. Ebenfalls Silber gewann Paul Feuerer über die 3000 Meter der U18 in 9:44,16 Minuten, vor ihm nur Florian Bremm (TV Leutershausen, 9:14,57), der Vizemeister der DM-U18.

Wieder Bronze für Valentin Fuchs

Steil bergauf zeigt die Formkurve von Valentin Fuchs. Nach Bronze über 1500 Meter am letzten Wochenende holte er erneut Bronze über die 800 Meter. Mit seiner Meldezeit (2:09,23 Minuten) weit entfernt vom Siegerpodest, steigerte er sich auf die neue persönliche Bestleistung von 2:04,60 Minuten und sicherte sich mit deutlichem Abstand zu seinen Verfolgern die Bronzemedaille.

Kein Edelmetall für die Dreispringerinnen

Trotz Top-Sprintergebnissen, in der Spezialdisziplin klappt es aktuell noch nicht richtig mit Hop, Step und Jump. Antonia Wimberger gelangen nur zwei gültige Versuche im Dreisprung mit 11,70 und 11,77 Metern. Beide Male war sie vor dem Brett abgesprungen, die besseren Versuche trat sie über.  Marianna Hellauer belegte mit 10,91 Metern einen guten fünften Platz. Sie konnte nicht ganz an ihre Bestleistung bei den Südbayerischen Meisterschaften von 11,07 Metern heran springen.

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