Fabian Fleischmann, Max Grieger, Kristina Fister und Julia Hofer glänzen mit Top-Leistungen
Die Bahn im Sepp-Herberger-Stadion in Weinheim ist ein besonders schnelles Pflaster. Die schnellen Zeiten und großen Weiten lockten im WM-Jahr nicht nur deutsche, sondern auch europäische Spitzenathleten zur Kurpfalz Gala. Auch die Sprint-Asse Fabian Fleischmann, Sebastian Schubach, Max Grieger, Kristina Fister und Julia Hofer pilgerten nach Weinheim. Vier Tage vor dem Meeting mussten die Veranstalter die Anmeldung vorzeitig schließen. Alleine im 100 m-Sprint der Männer waren zu diesem Zeitpunkt bereits 100 Athleten gemeldet.
Für Höchstleistungen bedarf es erstklassiger Konkurrenz. Und die war bei der Kurpfalz Gala in der U 20 auch für Max Grieger reichlich geboten. Er richtete seinen Blick auch auf die U20-EM in Eskilstuna nach seinen beeindruckenden Zeiten von Regensburg. Er wollte sich insbesondere für eine Nominierung bei der U20-EM in der 4×100 m-Staffel empfehlen. Im dritten von insgesamt zehn Vorläufen über 100 m hatte er etwas Pech. Sein Lauf war der einzige mit richtig Gegenwind (-1,1 Meter). Desto höher sind seine 10,89 Sekunden zu bewerten. Er wurde Zweiter in seinem Vorlauf und qualifizierte sich als Gesamt-Achter aller Vorläufe gerade noch für das A-Finale der U20. In diesem rückte Max Grieger bei gleichen Bedingungen für alle die Rangordnung wieder gerade. Er kam deutlich besser als im Vorlauf aus dem Startblock, lief zwar leicht verkrampft, erreichte aber trotzdem einen hervorragenden vierten Platz in 10,77 Sekunden.
Ein besonderer sportlicher Leckerbissen waren die 200 m der Männer, U 20 und U 18 mit insgesamt 70 Startern. Die besten deutschen 200 m-Läufer waren in allen Altersklassen am Start. Die ersten drei der Deutschen Hallenmeisterschaften über 200 m, Kai Köllmann (TV Wattenscheid), Felix Straub (LAC Quelle Fürth) und Max Grieger, kämpften um die Spitzenstellung über 200 m in Deutschland. Wie bei den Deutschen Hallenmeisterschaften war Kai Köllmann wieder der Schnellste in 21,49 Sekunden. Statt Felix Straub schob sich dieses Mal Simon Schütz (Wiesbadener LV) in 21,56 Sekunden vor Max Grieger. Dieser überquerte mit neuer persönlicher Bestleistung in exzellenten 21,60 Sekunden die Ziellinie. Da er nach den zwei Hundert-Meter-Läufen etwas müde war und ihn 0,8 Meter Gegenwind bremste, bleibt über die 200 m in den nächsten Rennen noch genügend Luft nach oben. Hochkarätig sind die 21,60 sec. allemal. Nur um drei Hundertstel schrammt Max Grieger an dem Niederbayerischen Rekord von 21,57 sec. vorbei. Einen Rekord hat er sich jedoch geholt, den Vereinsrekord von Helmut Reinelt aus dem Jahre 1981. „Hätschi“ lief damals handgestoppte 21,6 Sekunden.
Mit den schnellsten deutschen Hürdensprintern maß sich Fabian Fleischmann. Er zeigte sich im Vorlauf gegenüber den letzten Rennen in 14,29 Sekunden verbessert. Doch lief er die ersten vier bis fünf Hürden noch etwas unrund und defensiv. In das Finale durfte er leider nicht, da A- und B-Finale nur jeweils sechs Bahnen hatten. Als Vierzehnter der Vorläufe fiel Fabian Fleischmann knapp raus.
Ebenfalls über die Hürden ging Kristina Fister bei den Frauen an den Start. Auch wenn sie über den Vorlauf nicht hinauskam, präsentierte sie sich mit neuer persönlicher Bestleistung in 14,51 Sekunden stark verbessert. Bei ihr gibt es ebenfalls für heuer noch Leistungsreserven. Niederbayerns schnellste Hürdensprinterin hat sich zumindest für das Erste auch in Bayern auf Platz 1 gesetzt. Über 100 m erreichte sie gute 12,72 Sekunden.
In der U20 lieferte Julia Hofer über 100 m eine glänzende Leistung ab. Sie lief bei nur 0,2 Meter Rückenwind ausgezeichnete 12,29 Sekunden, nur vier Hundertstel über ihrer persönlichen Bestleistung. Sie erreichte damit das B-Finale. Dort blieb es dann bei 12,41 Sekunden, da sie mit leichten Fußproblemen zu kämpfen hatte.
Nicht optimal lief es für Sprinter und Weitspringer Sebastian Schubach. Über die 100 m standen nur 11,53 Sekunden zu Buche. Ähnlich enttäuschend für ihn dann der Weitsprung. Nur ein gültiger Versuch mit 6,29 Metern.