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26.05.2016 · Aktuelles

26.05.2016: Deutsche Hochschul-Meisterschaften, Paderborn

Doppelsieg für Julia Hofer - Antonia Wimberger fliegt zur Vizemeisterschaft Die Leichtathleten des 1. FC Passau sorgten für Furore bei den Deutschen Hochschul-Meisterschaften in Paderborn. Allen voran Julia Hofer, die sich mit neuen Bestleistungen über 100 und 200 Meter als zweifache Deutsche Hochschul-Meisterin zur Sp

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Doppelsieg für Julia Hofer – Antonia Wimberger fliegt zur Vizemeisterschaft
Die Leichtathleten des 1. FC Passau sorgten für Furore bei den Deutschen Hochschul-Meisterschaften in Paderborn. Allen voran Julia Hofer, die sich mit neuen Bestleistungen über 100 und 200 Meter als zweifache Deutsche Hochschul-Meisterin zur Sprintkönigin krönte. Ihren ersten großen Erfolg sackte Dreispringerin Antonia Wimberger ein, die sich mit einer großen Leistungssteigerung hauchdünn, weitengleich mit der Drittplatzierten, die Deutsche Hochschul-Vizemeisterschaft sicherte.

Galavorstellung über 100 Meter von Julia Hofer
Julia Hofer deutete bereits im Vorlauf über 100 Meter mit einem Leistungssprung von bisher 12,10 Sekunden auf 11,94 Sekunden an, dass der Sieg nur über sie führen würde. War der Start bisher der Schwachpunkt von Julia Hofer, kam sie im Vorlauf erstklassig aus dem Startblock. Im Endlauf drehte die Studentin des Studiengangs Angewandte Gesundheitswissenschaft der Technischen Hochschule Deggendorf jedoch erst richtig auf. Blitzschnell kam sie auch dieses Mal aus dem Startblock. Sie überquerte mit einer weiteren Leistungssteigerung auf exzellente 11,85 Sekunden als Siegerin die Ziellinie.

Schnellstes 100-Meter-Rennen einer Niederbayerin seit über 25 Jahren
Nur eine Niederbayerin ist bisher schneller als die FC-Sprinterin gewesen. 1980 war Resi Fischer vom TSV Abensberg mit 11,72 Sekunden einen inzwischen Niederbayerischen Uraltrekord gesprintet. Zeitgleich mit Julia Hofer lief Tina Schönmetzler von der LG Rottal 1990 ebenfalls 11,85 Sekunden. Letzte Niederbayerische Sprinterin unter zwölf Sekunden war 2004 Shari Morris mit 11,99 Sekunden. Ihr Vereinsrekord bei den Frauen gehört jetzt auch Julia Hofer. Mit ihrer Zeit unterbot die 19-jährige Studentin auch die Qualifikationsnorm von 11,90 Sekunden für die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften am 18./19. Juni in Kassel.

Deutsche Hochschul-Meisterin auch über 200 Meter
Das sollte es jedoch für Julia Hofer an Fronleichnam noch nicht gewesen sein. Zwei Stunden später kauerte sie bei den Zeitendläufen über 200 Meter wieder in ihrem Startblock. Eine Konkurrentin verursachte einen Fehlstart und Nervosität im Starterfeld. Julia Hofer kam beim erneuten Start etwas verhalten aus dem Block. Doch dann dreht sie auf der halben Stadionrunde richtig auf. Die klein gewachsene Sprinterin trommelte ausgezeichnete 24,67 Sekunden auf die Bahn. Auch den zweiten deutschen Meistertitel gewann sie souverän mit großem Vorsprung. Sie steigerte ihre bisherige Bestleistung von 24,95 Sekunden um knapp drei Zehntel.

Antonia Wimberger mit Hop, Step und Jump zur Deutschen Vizemeisterschaft
2016 könnte ein besonderes Jahr für Antonia Wimberger werden. Sie übersprang in der Halle erstmals die Elf-Meter-Marke mit 11,40 Meter. In Paderborn ließ es die Studentin des Lehramts Grundschule der Universität Passau gleich im ersten Versuch richtig krachen. Sie flog auf die neue Bestweite von ausgezeichneten 11,84 Metern. Nur noch ein weiterer Versuch war mit 11,72 Meter Metern gültig. Doch der war „Silber“ wert. Denn die Drittplatzierte sprang ebenfalls 11,84 Meter, mit ihrem zweitbesten Versuch von 11,25 Metern jedoch deutlich kürzer. Der erste Zwölf-Meter-Sprung müsste für Antonia Wimberger heuer ein realistisches Ziel sein. Die Leistungsexplosion der Neunzehnjährigen deutet sich bereits zuvor im Vorlauf und B-Endlauf über 100 Meter an. Im Vorlauf steigerte sie ihre bisherige Bestleistung von 12,81 auf 12,45 Sekunden. Damit verfehlte sie als Neuntschnellste der Vorläufe nur knapp den A-Endlauf. Im B-Endlauf ging es dann noch einen Tick schneller. In 12,39 Sekunden gewann sie diesen mit erneuter Bestzeit.

Kristina Fister als Vierte im Dreisprung unter Wert geschlagen
Mehr wäre für Kristina Fister im Dreisprung drin gewesen. Doch in Paderborn lief für die Studentin des Studiengangs Kulturwirtschaft an der Universität Passau technisch nichts zusammen. Sie musste sich mit 11,73 Metern und der Blechmedaille begnügen. Zu „Silber“ ihrer Vereinskollegin fehlten nur elf Zentimeter. Als kleines Trostpflaster erzielte sie nach 12,79 Sekunden im Vorlauf über 100 Meter mit 12,68 Sekunden als Siegerin des C-Endlaufs Saisonbestleistung.

Verletzungspause verhindert Medaille für Rene Hamberger
Enttäuscht war auch Rene Hamberger, Student des Studiengangs Bauingenieurwesen der TH Deggendorf. Mit 15,86 Metern landete er ebenfalls auf dem vierten Platz. Zwei Stöße mit der 7,26 Kilo schweren Kugel landeten bei über knapp sechzehnhalb Metern. Leider konnte er sie nicht halten, er trat über. Bereits 16,36 Meter hätten für die Bronzemedaille und 16,61 Meter für die Silbermedaille gereicht. Eine mehrwöchige Trainingspause im März und April ließ jedoch nicht mehr zu. 2015 war er Dritter mit 16,64 Metern geworden.

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