Julia Hofer verpasst knapp die DM-Norm für Nürnberg
Die Sprinter des 1. FC Passau präsentierten sich mit zum Teil beeindruckenden Leistungen beim Internationalen Ludwig-Jall-Sportfest in München. Julia Hofer gewann die 200 Meter und sprintete auf Rang drei über 100 Meter. Nicht zu schlagen war Benedikt Weber bei seinem Sieg über die 100 Meter der U20 in neuer Bestzeit und mit der DM-Norm für Rostock.
Ein guter Start ist die halbe Miete über 100 Meter
Die 100 Meter lief Julia Hofer im Vorlauf entspannt in 12,10 Sekunden. Das Finale konnte sie nach dem Start aber praktisch schon abhaken. Sie richtete sich sofort auf und war von Beginn an deutlich hinter den Schnellsten zurück. In der zweiten Hälfte des Rennens fand sie mit einem starken Finish noch sehr gut in den Lauf. Immerhin blieb ihr Platz drei hinter der Österreicherin Alexandra Toth (ATG, 11,74 Sekunden) und Tiffany Eidner (Bad Lobenstein TC, 11,90 Sekunden).
Mit bestechendem Kurvenlauf zum Sieg
Gut aus dem Startblock kam Julia Hofer über die 200 Meter. Blendend preschte sie durch die Kurve auf den ersten hundert Metern. Leider bummelte sie etwas eingangs der Geraden. Ansonsten wäre trotz des heftigen Gegenwindes von 1,8 Metern pro Sekunde die DM-Norm für Nürnberg von 24,50 Sekunden möglich gewesen. So blieb es beim Sieg in ausgezeichneten 24,64 Sekunden vor Roberta Albertoni in 25,10 und Lisa Petkov in 25,11 Sekunden (beide LG Stadtwerke München).
Benedikt Weber mit DM-Norm
Nach einer Woche Trainingspause wegen Problemen in der Kniekehle zeigte Benedikt Weber sein großes Potential über die 100 Meter. Er steigerte im Vorlauf dank starker Konkurrenz seine Bestzeit von 11,25 auf 11,05 Sekunden, fünf Hundertstel dahinter Andreas Baumgartner von der LG Stadtwerke München. Damit unterbot der Abiturient gleich im ersten Rennen der Saison deutlich die Norm von 11,20 Sekunden für die deutschen Jugend-Meisterschaften in Rostock. Zwar zwickte es ihn danach wieder in der Kniekehle, er konnte jedoch zum Finale antreten. Dieses gewann er in 11,10 Sekunden, hauchdünn vor Lukas Gemenger (SC Preußen Münster, 11,11 Sekunden). Ein Stolperer nach dem Start dürfte eine Zeit unter 11 Sekunden verhindert haben. Das Durchbrechen der 11-Sekunden-Schallmauer ist jedoch für den Nachwuchssprinter nur eine Frage der Zeit.
15,02 Sekunden für Kristina Fister
Platz acht belegte Kristina Fister im Finale über die 100 Meter Hürden in 15,02 Sekunden. Ihr aktuelles Leistungsvermögen liegt deutlich unter 15 Sekunden. Allerdings hatte sie im Vorlauf (15,53 Sekunden) und im Endlauf kräftigen Kontakt mit dem Nachziehbein an drei bis vier Hürden. Pech für Dreispringerin Antonia Wimberger: Der Dreisprung begann, als sich das Wetter deutlich verschlechterte. Stark wechselnde Winde und ein Platzregen ab dem zweiten Durchgang machten ein reguläres Dreispringen unmöglich. Nach vier ungültigen Versuchen brach Antonia Wimberger daher den Wettbewerb ab.