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18.11.2015 · Aktuelles

18.11.2015: Laktat- und Herzfrequenztest im Sportzentrum der Universität Passau

Mittel- und Langstreckenläufer testen ihre Ausdauer Seit kurzem bietet das Sportzentrum der Universität Passau in einem hochmodernen Testlabor professionelle Leistungsdiagnostik im Ausdauersport an. Felix Adler, Lorenz Adler, Maxi Feuerer und Paul Feuerer wagten sich auf das Hochleistungs-Laufband, um in einem Stufente

Foto_Wettkampf

Mittel- und Langstreckenläufer testen ihre Ausdauer
Seit kurzem bietet das Sportzentrum der Universität Passau in einem hochmodernen Testlabor professionelle Leistungsdiagnostik im Ausdauersport an. Felix Adler, Lorenz Adler, Maxi Feuerer und Paul Feuerer wagten sich auf das Hochleistungs-Laufband, um in einem Stufentest Herzfrequenz, Laktatwerte und maximale Sauerstoffaufnahmekapazität zu ermitteln. Damit lassen sich die optimalen Trainingsbereiche im Ausdauertraining bestimmen und ein individueller Trainingsplan noch besser erstellen. Diplomsportwissenschaftlerin Dr. Judit Bleuel erklärt den Läufern das Testverfahren, insbesondere die Steigerung der Geschwindigkeit auf dem Laufband und die Blutabnahme nach jeder Geschwindigkeitsstufe für den Laktattest. Dann geht es los. Die Gurte für die Herzfrequenzmessung und die Sauerstoffmaske werden angelegt. Ein Piekser in das rechte Ohrläppchen, um anhand eines Bluttropfens den Ausgangswert des Laktats zu bestimmen, und das Laufband setzt sich in Bewegung.

Die erste Geschwindigkeitsstufe entspricht Jogging-Tempo (5:56 Minuten pro Kilometer). Fünf Minuten müssen die Athleten je Stufe laufen. Die Laufbandsteigung beträgt ein Grad, um den Luftwiderstand gegenüber einem Feldtest im Freien zu simulieren. Nach jeder Stufe nimmt Dr. Bleuel einen Tropfen Blut am Ohrläppchen ab. Damit kann sie die Entwicklung der Laktatwerte und des Energiestoffwechsels mit zunehmender Laufgeschwindigkeit feststellen. Die Geschwindigkeit steigert sich auf 5:13, 4:37, 4:10, 3:48, 3:28 bis auf maximal 3:13 Minuten je Kilometer. Bei den jeweils letzten Stufen feuert Dr.Bleuel die Athleten an, damit sie an ihre Leistungsgrenze gehen und erst bei völliger Erschöpfung das Laufband verlassen. Anhand der Entwicklung der Laktatwerte sind dann individuelle Trainingsvorgaben möglich. Zentral ist hier die Bestimmung der individuellen anaeroben Schwelle, also der Geschwindigkeitsbereich, bei dem die anaerobe Energiegewinnung die Oberhand gegenüber der aeroben Energiegewinnung gewinnt. Nachdem sich die Athleten wieder einigermaßen erholt haben, erläutert ihnen Dr. Bleuel in einer ersten Analyse die ermittelten Werte zur Sauerstoffaufnahme, Herzfrequenz, Laktatmessung und zum Sauerstoffpuls. Ein Gesamtergebnis mit Trainingsempfehlungen erhalten die Athleten rund eine Woche später.

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