Alle Speerwurf-Medaillen für Sarah, Tamara und Nicola Leidl, Niederbayerischer Rekord durch Max Grieger
Einen phantastischen ersten Tag erlebten die Athleten des 1. FC Passau bei den Bayerischen Meisterschaften in Markt Schwaben. Dreifach-Erfolg der Leidl-Schwestern im Speerwurf der Frauen, Niederbayerischer Rekord von Max Grieger über 100 m in 10,67 Sekunden, Julia Hofer Sprintkönigin in der U 20. Auf den Punkt topfit waren die Sprinter, Springer, Werfer und Läufer. Eine Medaille und eine Bestleistung folgten der anderen.
Den Beginn machten die Speerwerferinnen zur Mittagszeit. Am Start Sarah Leidl, Nicola Leidl und Tamara Leidl. Klare Favoritin war Sarah Leidl mit einer Saison-Bestleistung von 53,53 Meter. Sie war eine Woche zuvor Süddeutsche Meisterin geworden. Außenseiterchancen hatten Nicola und Tamara Leidl. Sarah Leidl steigerte sich nach einem ungültigen Versuch über zweimal 51,00 Meter, 49,49 Meter, 50,75 Meter im letzten Versuch auf exzellente 54,66 Meter. Alle Kraft hatte sie in diesen gelegt, damit nicht doch noch eine Konkurrentin ihr den Sieg wegschnappte. Die Konkurrenz kam an diesem Tag alleine aus der eigenen Familie. Tamara Leidl erwischte mit 46,11 Meter einen tollen Einstieg. Nach einer Steigerung auf 46,59 Meter im fünften Versuch gelang auch ihr die Tagesbestweite im letzten Versuch mit 48,03 Meter. Nicola Leidl hatte Pech, da sie sich bereits im ersten Versuch leicht an der Beinmuskulatur verletzte. Trotzdem schleuderte sie im vierten Versuch ihren Speer auf 45,74 Meter und den dritten Platz. Gold, Silber, Bronze für die Leidl-Schwestern, alle Medaillen in einem Wettbewerb für eine Familie, das gab es bei Bayerischen Meisterschaften noch nicht. Sarah Leidl setzte sich mit ihren 54,66 Metern auf Platz sechs in der Deutschen Bestenliste. Es war ihr zweitbester Wurf nach dem Niederbayerischen Rekord in 2014 mit 55,78 Metern. Auf sie warten nun in zwei Wochen die Deutschen Meisterschaften in Nürnberg.
Mitten in der Vorbereitung für die U 20-Europa-Meisterschaften in einer Woche in Eskilstuna steckte Max Grieger. Er verzichtet daher auf einen Start über die 200 Meter, seiner Paradedisziplin, und absolvierte nur einen letzten Test über die 100 Meter. Nach 10,93 Sekunden im Vorlauf sprintete er exzellente 10,67 Sekunden im Zwischenlauf und verbesserte erneut seinen eigenen Niederbayerischen Rekord um drei Hundertstel. Ein Fotofinish gab es dann im Finale. 10,70 Sekunden leuchteten auf der Anzeigetafel auf. Doch wer hatte gewonnen, Michael Adolf vom DJK Ingolstadt, der Deutschland in Eskilstuna über die 400 Meter Hürden vertreten wird, oder Max Grieger? 45 Minuten mussten die Athleten warten, bis das endgültige Ergebnis feststand. Max Grieger wurde Bayerischer Vizemeister in 10,70 Sekunden, eine Hundertstel hinter Michael Adolf.
Auf der weiblichen Sprintstrecke der U 20 dominierte Julia Hofer. Nach 12,31 Sekunden im Vorlauf über 100 m dreht sie im Endlauf die Zahlen hinter dem Komma einfach um und wurde Bayerische Meisterin mit persönlicher Bestleistung in hervorragenden 12,13 Sekunden. Die alte stand bei 12,24 Sekunden. Auch Antonia Wimberger erreichte den Endlauf. Ebenfalls mit persönlicher Bestleistung belegte sie in 12,81 Sekunden einen ausgezeichneten fünften Platz. Auf der Stadionrunde war der 1. FC Passau bei den Männern gleichfalls bestens vertreten. Alexander Büchner lief über 400 Meter 51,05 Sekunden. In einem erlesenen Feld belegte er Platz neun und verbesserte seine Bestzeit um eine halbe Sekunde.
In den Sprungwettbewerben gingen die Passauer Athleten im Hochsprung und im Dreisprung an den Start. Sarah Leidl sprang mit 1,61 Meter im Hochsprung überraschend zur Bayerischen Vizemeisterschaft. Die Bronzemedaille gewann Kristina Fister im Dreisprung der Frauen mit 11,55 Meter. Einen Platz dahinter wurde Marianna Hellauer Vierte mit 10,57 Meter. Ebenfalls die Bronzemedaille sicherte sich Antonia Wimberger in der U 20 mit 10,98 Meter. Simon Vogel wurde Siebter im Hochsprung mit 1,80 Meter.
Im stark besetzten Rennen der U 18 über 3000 Meter lief Lorenz Adler als Bayerische Vizemeister in das Ziel. Nach langsamem Beginn unterlag er dem Sieger in einer rasanten Schlussrunde nur um zwei Zehntel. Einziger Wermutstropfen: Mit der persönlichen Bestleistung von 9:11,27 Minuten verfehlte er die Qualifikationsnorm für die Deutschen Jugendmeisterschaften nur um eine Sekunde. Felix Adler belegte Platz fünf in 9:17,64 Sekunden und verbesserte sich um 23 Sekunden.