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10.05.2025 · Aktuelles

10.05.2025:Bayern-Top-Meeting in Germering

Sebastian Hetzner sprintet in die deutsche und europäische Spitze

10.05.2025:Bayern-Top-Meeting in Germering
(c) Habermann

Auch Trainer Tobias Brilka konnte es kaum fassen. Sebastian Hetzner trommelte beim Bayern-Top-Meeting in Germering  10,66 Sekunden auf die Bahn. Auch wenn die Saison noch jung ist. Rang eins in der deutschen U18-Bestenliste, Rang zwei in der europäischen U18-Bestenliste, zwei niederbayerische Rekorde. Grandioser konnte der Saisonstart des 17-jährigen Pockingers nicht ausfallen. Und es war erst der dritte 100-Meter-Wettbewerb in seiner jungen Karriere als Leichtathlet. Anfang letzten Jahres war er nach einigen Fußballjahren zum LAC Passau gestoßen. Bereits beim zweiten Wettkampf unterbot er im Juni mit 11,18 Sekunden die Norm für den Bayernkader. Im anschließenden Finale verletzte er sich, musste lange pausieren. Im Winter ließ er als Bayerischer 60-Meter-Meister sein Talent wieder aufblitzen.

Leistungsexplosion im 100-Meter-Sprint

In Germering erwischte Hetzner bereits im Vorlauf einen guten Start, beschleunigte hervorragend, agierte technisch „sehr sparsam“ beim Kniehub im freien Sprint. Bei 0,9 Meter Gegenwind leuchteten 10,84 Sekunden auf. Das war schon mal ein Brett. Aufgrund des unorthodoxen Zeitplans der Germeringer und Verzögerungen lagen zwischen Vorlauf und Finale nur 35 Minuten. Hetzners Start glückte im Finale noch besser, er sprintete technisch noch besser weiter, hatte glänzende Beine an diesem Tag. Durch die kurze Pause ging ihm die letzten 20 Meter unübersehbar die Luft aus, „knautschte“ er ordentlich bis zum Ziel.

Niederbayerischer Rohdiamant

Trotz 10,66 Sekunden (+0,5) ist  Hetzner ist immer noch ein Rohdiamant mit technischen Defiziten und  einiger Luft nach oben. Nur der Zweite Julian Rylke (LG Würm Athletik) konnte ihm in 10,86  Sekunden auf Schlagdistanz folgen. An diesem Tag war nur einer schneller als Hetzner, in der Männerklasse Fabian Olbert (LG Stadtwerke München) in 10,53 Sekunden. In der deutschen Bestenliste rangiert Hetzner für das Erste auf Rang eins. In Europa war bisher nur der Franzose Kays Flamand drei Hundertstel schneller.

Niederbayerische U18- und U20-Rekorde

Die niederbayerischen Rekorde nahm Hetzner Vereinskollegen ab. Max Grieger rannte 2015 als 19-Jähriger U20-Rekord in 10,67 Sekunden; in diesem Jahr startete er bei der U20-EM über 200 Meter. Der U18-Rekord gehörte bis Germering David Kantzog (2022, 10,80 sec).

Aufwärtstrend bei David Kantzog

Beim ehemaligen Nationalkaderathleten geht es nach langer Verletzungsmisere wieder aufwärts. Er gewann das U20-Finale in 11,16 Sekunden (VL 11,25 sec). Der Respekt vor Verletzungen ist noch da. Jetzt gilt es, Selbstvertrauen aufzubauen, um die Trainingsergebnisse im Wettkampf umzusetzen.

Bestzeiten für Julia Zeindl und Lilo Ketzel

Deutlich verbessert präsentierte sich Julia Zeindl bei den Frauen. Sie steigerte ihre Bestzeit um über eine halbe Sekunde im Vorlauf auf 12,94 Sekunden. Ihre neue Sprintqualität bestätigte sie im Finale mit 12,95 Sekunden als Siebte. Über 200 Meter blieb sie in 26,81 Sekunden 38 Hundertstel unter ihrer Bestzeit (10.). Eine erste Standortbestimmung nahm Franziska Rohmann über 400 Meter vor. Sie lieferte als Sechste bei den Frauen – nicht wirklich erschöpft – solide 61,13 Sekunden ab. Ein Leistungssprung gelang über 100 Meter auch Dreispringerin Lilo Ketzel. Die U18-Athletin steigerte sich nach Passau erneut deutlich um 25 Hundertstel als Vierte im Finale auf 12,33 Sekunden (VL 12,38 sec). Mit einem guten Start und schönen freien Sprint verbuchte sie die DM-Norm.

Catherina Walz – Bestzeit vom Winde verweht – Bestweite mit 5,45 Metern

Ebenso Bestzeit rannte Catharina Walz (U20) im Vorlauf in 12,53 Sekunden, doch mit 2,1 knapp zu viel Rückenwind (Finaldritte mit 12,70 sec). Im Weitsprung flog sie im ersten Versuch mit zulässigem Rückenwind (1,8) als Zweite der U20 zur neuen Bestweite von 5,45 Metern. Im Dreisprung zeigte Ketzel drei stabile Sprünge um elfeinhalb Meter (2., 11,48 m). Die guten Sprünge übertrat sie. Das Potential für Sprünge deutlich über zwölf Meter ist mit der neuen Schnelligkeit vorhanden. Clara Seifert (U18) sprang mit 4,54 Metern  eine neue Bestweite und im Hochsprung über 1,35 Meter.

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