Sie hat es drauf. Beim GUGL-MEETING Indoor in Linz sprintete Juli Hofer auf die Hundertstel genau die Norm für die Deutschen Hallen-Meisterschaften in Leipzig. Als Dritte der Deutschen Hochschul-Meisterschaften eine Woche zuvor war sie an der DM-Norm von 24,80 Sekunden um vier Hundertstel vorbei geschrammt. Jetzt klappte es in Linz mit neuer persönlicher Hallen-Bestleistung und Platz vier in einem internationalen Starterfeld. Trotzdem kann sie nicht nach Leipzig fahren. Sie erreichte die DM-Norm erst fünf Tage nach Ablauf der Meldefrist.
Platz 4 in einem internationalen Starterfeld
Das GUGL-MEETING Indoor ist eines der zehn hochkarätigsten Hallen-Meetings in Europa. Athleten aus 23 Ländern und vier Erdteilen boten den Zuschauern Leichtathletik der Spitzenklasse. Nicht wenige Athleten jagten noch die Normen für die Hallen-EM in Belgrad Anfang März. Die tolle Stimmung nutzte über die Hallenrunde auch Julia Hofer. Sie lief eine erste gute Kurve, aber zu zurückhaltend die anschließende Gerade. Auch durch die zweite Kurve kam sie gut. Auf der Zielgeraden kämpfte sie schon mit ihren etwas schweren Beinen. Trotzdem war es die DM-Norm von 24,80 Sekunden über 200 Meter. Zeitgleich mit der Dritten Melinda Ferenci aus Ungarn belegte sie den vierten Platz. Es siegte Agata Zupin aus Slowenien in 24,11 Sekunden vor Marcela Pirkova aus Tschechien in 24,22 Sekunden. Antonia Wimberger absolvierte ihren ersten Start in einem internationalen Feld. Sichtlich beeindruckt ging sie die 200 Meter viel zu vorsichtig an. Die Uhr blieb bereits bei 25,97 Sekunden stehen (Platz 12).
Dreimal solide 60 Meter
Zuvor hatten bereits die 60-Meter-Sprints stattgefunden. Keine der drei FC-Sprinterinnen konnte ihr Optimum abrufen. Julia Hofer, die angehende Physiotherapeutin, war direkt von Schule und Wasserkurs zum Wettkampf geeilt. Sie startete solide aus dem Block, war bis 35 Meter auf Augenhöhe mit den Top-Läuferinnen. Dann wurde sie etwas „fest“, die Technik „unsauber“. In 7,72 Sekunden überquerte sie als Vierte im Ersten von drei Vorläufen die Ziellinie und qualifizierte sich nicht für das Finale. Antonia Wimberger verschlief ihren Start und kam erst ab 30 Meter richtig gut in das Rennen. Aufgrund des schlechten Starts waren es nur 7,90 Sekunden. Die bayerische Meisterin über 200 Meter Tina Vetter kämpft nach dem dortigen Sturz ins Ziel immer noch mit Problemen im Knie. In der Beschleunigung nach dem Start waren sie wieder da. Nach 8,04 Sekunden verzichtete sie auf einen Start über 200 Meter und legt eine mindestens zweiwöchige Trainingspause ein.
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