In der frisch sanierten Europahalle von Karlsruhe wurden die süddeutschen Meistertitel der Männer und Frauen vergeben. René Hamberger krönte seine Hallensaison mit dem Meistertitel. Emma Plöchinger kauerte am ersten Wettkamptag um elf Uhr als Erste in den Startblöcken. Hamberger betrat im letzten Wettbewerb des Tages um 18 Uhr den Ring. Ihm gelang eine konstante Serie mit vier Stößen von 15,47 bis 15,66 Metern – doch der Ausreißer nach oben fehlte. Einen Meter weiter stieß er die Eisenkugel vor zwei Wochen in Prag.
Bayerischer Vizemeister – Süddeutscher Meister – Hallenbestleistung
Das große Ziel, die 17-Meter-Marke, ließ sich nicht erzwingen. Wie so oft läuft es bei zu großem Motivationsdruck in die andere Richtung. Mit einem soliden Stoß auf 15,66 Meter siegte Hamberger deutlich vor Sebastian Hanß (TV Bad Bergzabern, 15,07) und Christof Steiner (LG Stadtwerke München,15,02). Unter dem Strich eine sehr erfolgreiche Hallensaison für den 32-Jährigen: Bayerischer Vizemeister, Süddeutscher Meister und Hallenbestleistung mit 16,68 Metern lautet die Bilanz, die fünfbeste Weite in 120 Wettbewerben mit der 7,26-Kilo-Kugel.
Emma Plöchinger starke Elfte im Sprint
Endstation war für Emma Plöchinger im Halbfinale der Frauen im 60-Meter-Sprint. Die 17-Jährige bot als Gesamtelfte im 62-köpfigen Feld eine bravouröse Leistung. Ihren Vorlauf von insgesamt acht Vorläufen gewann die Bayerische U20-Vizemeisterin in 7,69 Sekunden mit dem großen „Q“. Im Halbfinale konnte sie ihr Potential nicht ganz abrufen, wurde Dritte in 7,70 Sekunden. Für das Finale hätte sie in den Bereich ihrer Bestzeit von 7,63 Sekunden laufen müssen. Die Ergebnisse bei der „Süddeutschen“ waren die zweit- und drittbeste Zeit in ihrer noch jungen Sprintkarriere.
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