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03.05.2020: Annika Just – Training in Corona-Zeiten

Shutdown in der Leichtathletik

Wie bewältigt Annika Just die sportliche Krise?

Wie hat sich dein Trainingsalltag seit dem Shutdown verändert? 

Die bisherigen Trainingsorte sind weggefallen. Meistens trainiere ich im Wald. Dort habe ich als Sprinterin aber nicht annähernd so gute Trainingsbedingungen wie im Stadion. Ich muss jetzt viel selbst organisieren. Es gibt keine festen Trainingszeiten, kein Trainer betreut mich unmittelbar. Am meisten bedrückt mich das Fehlen meiner Trainingskolleginnen. Darunter leidet meine Freude am Training sehr. Zum Glück habe ich einen Bruder mit dem gleichen Hobby, mit dem ich einige Trainingseinheiten absolviere.

Trainierst du mehr, weniger, gleich viel?

Ich trainiere wie bisher viermal pro Woche. Einmal Kraft, zweimal Technik/Sprint, einmal längere Läufe für die Ausdauer.

Was geht derzeit gar nicht?

Ich kann nicht auf der Bahn und mit Spikes trainieren. Ein richtiges Hürdentraining ist nicht möglich.

Hast du einen Trainingsplan?

Mein Trainer Tobias Brilka schickt mir für jeden Trainingstag ein Programm.

Hast du Trainingsgeräte?

Bei mir zu Hause haben wir einen provisorischen Kraftraum im Keller eingerichtet. Den größten Teil des Krafttrainings können wir problemlos absolvieren. Hürden stehen mir auch zur Verfügung.

Wie hältst du deine Motivation für das Training aufrecht?

Derzeit fällt es mir schwer, mich für das Training zu motivieren. Ich klammere mich an die Hoffnung auf eine Spätsaison und blicke Richtung 2021. Dann sollte es auf jeden Fall wieder Wettkämpfe und Meisterschaften geben. Mein Bruder Vincent zieht mich zudem mit seiner größeren Motivation mit.

Was erhoffst du dir heuer noch?

So bald wie möglich in den gewohnten Trainingsalltag zurückkehren. Und ich wünsche mir, noch bei den Deutschen U16-Meisterschaften starten zu können.

 

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